„Kinder gehen jeden etwas an“

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Im April diesen Jahres wird UNICEF eine Arbeitsmappe für Firmen unter oben genanntem Namen herausgeben. Die Mappe soll den Firmen dazu dienen, sich ein besseres Bild davon zu machen, inwieweit sich ihre Firmenpolitik direkt oder auch indirekt auf Kinder auswirken kann. Denn die Firmen kommen täglich mit Kindern in Kontakt. Sie sind Arbeiter auf ihren Feldern und in ihren Fabriken, Familienangehörige ihrer Arbeiter, Konsumenten ihrer Produkte oder Anwohner der Gemeinde, in welcher das Unternehmen vertreten ist. Hierbei haben die Firmen einen erheblichen Einfluss darauf, ob durch ihre Firmenpolitik Kinder zu Schaden kommen oder nicht. Manche der Firmenrichtlinien und –praktiken hätten das Potential die Kinder lebenslang zu schädigen, sowie ihre Entwicklung oder sogar ihr Überleben zu gefährden. Bis jetzt lag der Fokus der Unternehmenspolitik größtenteils auf der Beseitigung von Kinderarbeit. Diese Mappe soll nun das Bewusstsein für andere mögliche Auswirkungen auf Kinder schaffen.

Sie beinhaltet Leitlinien im Hinblick auf Unternehmenstätigkeit, Produkte, Dienstleistungen, Marketingmethoden, für die Beziehung zwischen den Firmen und lokalen, sowie nationalen Regierungen. Die Arbeitsmappe basiert dabei auf den weltweiten Standards für Menschenrechte und auf Rechtsgrundlagen für Unternehmen. In diesem Zusammenhang soll erreicht werden, dass die Rechte der Kinder in der CSR Diskussion nicht zu kurz kommen.1)

Im Moment machen Kinder ein Drittel der Weltbevölkerung aus, dies entspricht ca. 2,2 Milliarden Menschen unter 18 Jahren. Sie spielen für die Unternehmen dieser Welt eine wichtige Rolle, da sie die zukünftigen Arbeiter, Konsumenten, Eltern, Bürger und Firmenchefs sind. Deshalb liegt es im Interesse der Unternehmen, Kinderrechte in ihrer Firmenpolitik zu berücksichtigen und durchzusetzen. „Kinder gehen jeden etwas an“ – denn sie sind das Standbein der Zukunft.1)

  1. Link zum Artikel von The Guardian vom 12.03.12 – nicht mehr verfügbar [] []
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