Neuer Bericht über Kinderarbeit in Nepal

Bild: © n.v. -

Nach dem neuesten Bericht des Internationalen Gewerkschaftsbunds über die Arbeitsbedingungen in Nepal, ist die Zahl der Kinderarbeiter zwar gesunken, dennoch werden Gesetze und Konventionen gegen Kinderarbeit in vielen Fällen nicht eingehalten. Schon 1997 unterzeichnete das Land die ILO -Kernarbeitsnorm, in der das Mindestbeschäftigungsalter auf 16 Jahre festgelegt wurde und 2002 die Kernarbeitsnorm 182, die gefährliche Formen der Kinderarbeit, wie Minenarbeit und Prostitution, verbietet. Von den ca. 7,7 Millionen Kindern im Alter zwischen fünf und sieben, arbeiten laut Bericht etwa 1,6 Millionen. Im Jahre 1999 lag diese Zahl noch bei 2,6 Millionen. Weiterhin sind Mädchen mit 24% weitaus öfters von Kinderarbeit betroffen als Jungen (17,5%). Auch arbeiten Mädchen mit 50%iger Wahrscheinlichkeit öfter an gefährlichen Arbeitsplätzen. Der Großteil der Kinder (87%) ist in der Landwirtschaft beschäftigt. Dennoch werden viele Kinder in informellen Verhältnissen angestellt, bei denen die Gesetze nicht greifen. Nach neuesten Zahlen sind dies in Nepal etwa 90% der Beschäftigungsverhältnisse. Insgesamt wurden ca. 6.500 Kinder durch Projekte der ILO aus der Kinderarbeit gerettet und in Schulprogramme integriert. Gesetze werden nur selten angewendet und Kontrollen aus Personalmangel unregelmäßig und schlecht durchgeführt. Im Jahre 2010 wurden von 12 offiziellen Kontrolleuren etwa 600 Fabriken kontrolliert.

 

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