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Liberia: Neues Kinderschutzgesetz verabschiedet

aktiv gegen kinderarbeit |  Bild:  © earthlink e.v.

aktiv gegen kinderarbeit | Bild: © earthlink e.v.

Die liberianische Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf stellte diese Woche ein neues Kinderschutzgesetz vor. Es ist eines der umfangreichsten und innovativsten Gesetze dieser Art in Afrika. Angelehnt ist es an die Afrikanische Charta für Kinderrechte und die UN Kinderrechtskonvention, die jeweils 1992 und 1993 von Liberia ratifiziert wurden. Das Gesetz beinhaltet neben dem Schutz vor Kinderarbeit und Ausbeutung auch das Recht auf Bildung und Gesundheit. Nach dem neuen Gesetz sind Eltern verpflichtet, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Kinderarbeit wird ausdrücklich verboten und den Kindern ein Selbstbestimmungsrecht zugesprochen. Entworfen wurde das Gesetz vom Child Protection Network, in dem neben der Regierung auch lokale NGOs, UNICEF und das Kinderparlament vertreten waren. Das Kinderparlament besteht aus Kindern und Jugendlichen aus dem ganzen Land und ist aktiv beteiligt an Gesetzen und Initiativen, die Kinder betreffen. Der Sprecher des Parlaments, der 17-jährige Emmanuel Bropleh, sprach von einem großartigen Erfolg für die Kinder und für Liberia.

Seit 2003 herrscht in Liberia wieder Frieden, nachdem ein Bürgerkrieg das Land 14 Jahre lang ins Chaos gestürzt hatte. Die wiedergewählte Friedensnobelpreisträgerin Sirleaf versucht durch eine groß angelegte Strategie, die Armut bis 2030 deutlich zu reduzieren. Das neue Gesetz, das Teil dieser Regierungsinitiative ist, soll in den Schulen den Kindern näher gebracht und erklärt werden. Das Child Protection Network wird sich, mithilfe von Bildungsmaßnahmen, Kampagnen und Workshops, um die Durchsetzung des Gesetzes im ganzen Land kümmern, damit das Gesetz nicht nur angewandt wird, sondern auch abgelegene Dörfer und Gebiete erreicht.

 

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