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Das australische „Kinderarbeitscamp“ der Scientologen

aktiv gegen kinderarbeit |  Bild:  © earthlink e.v.

aktiv gegen kinderarbeit | Bild: © earthlink e.v.

Im Herzen eines ruhigen australischen Vorortes, befindet sich eine geheime Anlage der Scientology-Sekte, in welcher Kinder, getrennt von ihren Familien, gezwungen werden, in Vollzeit ohne jegliche Entlohnung zu arbeiten und in armseligen Verhältnissen zu leben.  Diejenigen, die diesen Ort überlebt haben, berichten, dass sie einer Gehirnwäsche unterzogen wurden und glaubten, niemals fliehen zu können. Ein junger Mann, der diesem Ort mit Hilfe seines Vaters entfliehen konnte, erzählt, dass er für mindestens eineinhalb oder sogar zwei Jahren dort gelebt hat. Sein Name ist Shane und er ist jetzt 21 Jahre alt. Er wurde in eines der berüchtigten RPF (Rehabilitation Project Force) Lager gebracht. In diese Lager werden Scientologen für Trainingszwecke oder zur „Reue“ für scheinbar banale Straftaten geschickt. Diejenigen, die die Methoden der Scientologen in Frage stellten, lernten die Brutalität der Sekte kennen. Sie wurden unterirdisch untergebracht und mussten auf einem matschigen, dreckigen Boden schlafen, essen und lernen.

Im Alter von 6 Jahren wurde Shane von seinen Scientologen- Eltern in das Lager geschickt. Er hauste fortan in einem kleinen Zimmer mit 11 Kindern. Als er acht Jahre alt war, unterschrieb er einen Vertrag, der in dazu verpflichtete, lebenslänglich der Kirche freiwillig zu dienen. Shane berichtet, dass die Kinder wie beim Militär im Gleichschritt marschieren und jeden Morgen salutieren mussten, weil dies die Disziplin der jungen Menschen fördern würde. Sie trugen alle eine schwarze Uniform und es wurde von Ihnen verlangt, zu rennen und niemals zu laufen. Er musste im Alter von 8 Jahren 35 Stunden pro Woche arbeiten. Auch Lebensmittel hätten nicht immer ausreichend zur Verfügung gestanden. Zuerst hätten stets die Erwachsenen gegessen, den Rest mussten die Kinder unter sich aufteilen. Im Alter von 15 Jahren arbeitete Shane sieben Tage die Woche, 14 Stunden pro Tag. Seine Arbeit umfasste pro Woche 100 Arbeitsstunden in einer gewerblichen Küche, wobei er nur zwischen $ 4 und $ 35 Dollar pro Woche verdiente. Vierzehn Monate hat Shane gebraucht, um die Erlebnissen der Scientology-Sekte zu verarbeiten. Doch noch heute leidet er sehr häufig unter wiederkehrenden Albträumen.

Bislang gibt es im australischen Bundesstaat New South Wales kein Gesetz, das eine Höchststundenzahl für Kinderarbeit festlegt, so die Rechtsanwältin O´Donovan. RPF Lager bestehen auch in vielen anderen Ländern. Diejenigen, die entkommen konnten, berichten ähnliche Geschichten- wie gebrochene Finger im Auftrag des Scientology-Führers, Anschreien und Schläge für 20 Stunden, während kaltes Wasser über ihren Kopf gegossen wurde.

 

Link zum Artikel – nicht mehr verfügbar

Link zum Statement der Scientology Sekte1)

Video:

  1. Link nicht mehr verfügbar – 11.05.2018 []
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