USA: Gesetz für mehr Kontrolle bei Herkunft von Gold und Mineralien

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Ab diesem Jahr gibt es in Kalifornien ein neues Gesetz, dass sowohl einheimischen als auch internationalen Firmen vorschreibt, alle Informationen über die Lieferkette zu veröffentlichen, die Lieferanten zu zertifizieren und ihre Arbeit gegen Menschenhandel auf ihren Internetseiten darzulegen. Ebenso muss die Herkunft sämtlicher verwendeter Produkte nachgewiesen werden und interne Kontrollstandards eingeführt werden. Wenn eine Firma mit Gold oder anderen Mineralien arbeitet, die als „conflict minerals“ gelten, müssen sie von nun an sowohl Herkunft als auch Lieferanten überprüfen. Kommt das Gold aus dem Kongo, muss die genaue Lieferkette dargelegt werden, um Kinderarbeit und sonstige illegale Aktivitäten auszuschließen.1) Vor allem in den nicht industriellen kleineren Minen in ärmlichen Gegenden, ist Kinderarbeit weit verbreitet. Laut UN Statistik kommt ein Fünftel des Goldes aus Minen, in denen schlechte Arbeitsbedingungen herrschen und Kinder einen großen Teil der Arbeitskräfte ausmachen. Laut International Labor Organisation ILO (Internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen) fällt die Minenarbeit unter die besonders schädliche Form der Kinderarbeit. Der ständige Kontakt mit hochgiftigem Quecksilber, das verwendet wird, um den feinen Goldstaub zu lösen, führt einer Studie der ILO zufolge zu einer langsameren Entwicklung der Kinder und schweren gesundheitlichen Problemen.2) Laut der letzten Statistiken arbeiten etwa die Hälfte der 200 Millionen Kinderarbeiter unter besonders gefährlichen Bedingungen.3) Mehrere Studien ergaben, dass die Minenarbeit zu den gefährlichsten gehört, mit einer Sterblichkeitsrate von 32 % auf 100.000 arbeitende Kinder, im Vergleich zu 16 % in der Landwirtschaft und im Baugewerbe.

 ILO

 Link zum Artikel marketwatch

  1. In Verbindung mit dem Dodd-Frank Act von 2010 []
  2. S. Bose-O’Reilly et al.: “Mercury as a serious health hazard for children in gold mining areas”, in Environmental Research
    (2008), Vol. 107, pp. 89–97. []
  3. 2008: Kinderarbeit (Alter 5-17, beide Geschlechter): 215 Millionen/ 13.6%,  besonders gefährliche Kinderarbeit: 115Millionen/ 7.3% []
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