Kindersoldaten im Südsudan: Steigende Zahlen

Foto: Pierre Holtz / UNICEF CAR (CC) | Bild: © Pierre Holtz / UNICEF CAR (CC) - Wikimedia Commons

Der Einfluss der Stammeskonflikte im Südsudan auf Kinder sei verheerend, so eine Sprecherin des Kinderhilfswerks UNICEF. Fünf verletzte Kinder sind aus der südsudanesischen Hauptstadt Juba evakuiert worden, eines starb kurz nach der Ankunft. Zudem gibt es bestätigte Berichte von neun Kindesentführungen sowie einer erhöhten Anzahl von unbegleiteten Kindern. Für unbegleitete Kinder besteht ein höheres Risiko entführt oder missbraucht zu werden.

Besonders beunruhige UNICEF der Anstieg entführter Kinder, die in bewaffnete Konfliktparteien zwangsrekrutiert werden. Laut dem „Nationalrat für Kindeswohl“ (National Council for Child Welfare) habe zum Beispiel die „Sudan People’s Liberation Army“ (SPLA) in Südkurdufan, ein Bundesstaat im Süden des Sudans, an der Grenze zum Südsudan, um die 900 Kinder in Militärlager geschickt, nachdem sie aus ihren Familien verschleppt wurden. Außerdem gibt es Berichte, die belegen, dass ca. 120 Militärfahrzeuge mit über 700 entführten Kindern die Grenzen in den Südsudan überquerten.
Es ist erwiesen, dass die Rebellengruppe „Justice and Equality Movement“ (JEM) die Kinder für zukünftige Militäroperationen in militärische Trainingslager schicken will.

Die Zwangsrekrutierung von Kindern ist extrem gefährlich und zieht langfristige Folgen nach sich. Nachdem die Kinder den Kampfrisiken ausgesetzt waren, werden sie häufig zu Söldnern oder Banditen, weil sie als Kriegsverbrecher angesehen werden und ihnen so keine andere Wahl bleibt.

Link zum Artikel (auf Englisch) – nicht mehr verfügbar

Über Lukas D. / EarthLink

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