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Kritischer Rohstoff: Kobaltabbau im Kongo

aktiv gegen kinderarbeit |  Bild:  © earthlink e.v.

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Der Kongo liefert mehr als die Hälfte des Weltbedarfs an Kobalt: Jenem Rohstoff, der für die Produktion von Smartphones, Notebooks, Elektroautobatterien benötigt wird. Nach Angaben des Freiburger Öko-Instituts sind im Kongo 19.000 bis 30.000 Kinder unter 15 Jahren im Kleinstbergbau zur Förderung von Kobalt beschäftigt. Sie bauen unter menschenunwürdigen Bedingungen das Erz ab, waschen und sortieren es. Die Arbeit ist gefährlich: So sterben jährliche mehr als 100 Arbeiter durch Hangrutsche oder Schachteinstürze. Das Öko-Institut fordert deshalb eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, für die – neben der neu gewählten Regierung  – auch die europäischen Kobaltabnehmer mitverantwortlich gemacht werden müssten. Hierbei warnt es jedoch vor einem Boykott des Erzes:“ Ein Boykott wäre aufwändig, da viele Glieder der Verarbeitungs- und Handelskette zertifiziert und regelmäßig überprüft werden müssten. Letztendlich würde ein Boykott nur dazu führen, dass sich Großabnehmer von den schlechten Bedingungen distanzieren könnten“, so Andreas Manhart, Wissenschaftler am Öko-Institut. Dies hätte zur Folge, dass die Arbeiter ihr Einkommen verlören. Die Bildung von Arbeiter-Kooperativen, eine Verbesserung der Arbeitssicherheit sowie ein transparenterer Zugang zu Marktinformationen seien dagegen wichtige Schritte auf dem Weg zu verbesserten Arbeitsbedingungen.

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Ein Gedanke zu „Kritischer Rohstoff: Kobaltabbau im Kongo“

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