Fair Trade: Deutsche Experten erwarten Wachstum

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Fair Trade-Produkte gibt es  seit 20 Jahren und doch finden sie bei deutschen Verbrauchern nur zögerlich Abnehmer. Die Produktpallette beschränkt sich auf Kaffee, Kakao, Blumen, Saft, Wein und Reis. Auch wenn mittlerweile fair gehandelte Waren beim Discounter um die Ecke zu finden sind, so ist das Wachstum dieses Sektors natürlichen Beschränkungen unterworfen, da die Produkte ausschließlich aus Entwicklungsländern stammen. Das Image hat sich zwar gewandelt, Bewusstseinsveränderung und Nachhaltigkeitsansprüche finden sich nicht mehr nur bei stark altruistisch motivierten und entwicklungspolitisch vorgebildeten Konsumenten, dennoch beträgt der Anteil von Fair Trade-Produkten am gesamten Umsatzvolumen des deutschen Einzelhandels gerade einmal schlappe 0,1%. Liegt es daran, dass der Preis immer noch der entscheidenden Faktor bei der Kaufentscheidung ist?  Fair Trade Vorstandschef Heinz Fuchs ist dennoch zuversichtlich und geht davon aus, dass der Umsatz bei fair gehandelten Produkten selbst im zweistelligen Prozentbereich weiterwachsen wird: „Das Wissen, dass unser Lebensstil auf Dauer nicht gut geht, stärkt die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten.“ Fuchs rechnet damit, dass sich aufgrund von Druck seitens der Verbraucher und zivilgesellschaftlicher Gruppen in spätestens drei Jahren zumindest jeder Schokoladeproduzent einem entsprechenden Zertifizierungssystem angeschlossen haben wird.

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Über nikoletta / EarthLink

Projektmitarbeiterin: "Drogen und Entwicklung", "Facing Finance", "Aktiv gegen Kinderarbeit", "Fluchtgrund". Praktikanteneinarbeitung und -betreuung, Betreuung von Bundesfreiwilligen, Beantragung von Fördermitteln, Blogeinträge, Recherche
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