Schokolade soll „korrekter“ werden

Bild: © Autor: André Karwath aka Aka, his file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic license. - wikimedia commons

Wo kommt der Kakao her, aus dem die Lieblingsschokolade hergesellt ist? Wird er unter fairen Bedingungen und ohne Kinderarbeit angebaut und geerntet? Diese Fragen scheinen immer mehr Menschen zu beschäftigen.

Nach Angaben von ÖKO-TEST haben jetzt führende Hersteller von Kakaoprodukten, darunter Kraft, Ferrero, Mars und Nestlé, der Internationalen Arbeitsorganisation ILO zwei Millionen US-Dollar für ein Projekt zur Bekämpfung von Kinderarbeit in Westafrika zugesichert. Rund 60 % der Weltkakaoernte kommen aus den Ländern Ghana und der Elfenbeinküste. Für beide Länder spricht die ILO von  “inakzeptablen Arbeitsbedingungen auf Kakaoplantagen” und von “großen Zahlen an Kindern”, die dort arbeiten und auch gefährliche Aufgaben verrichten müssen.

Auch immer mehr Discounter reagieren auf die Nachfragen nach fairen Produkten und setzen auf Nachhaltigkeit. Lidl hat eine Schokolade im Sortiment, die kürzlich Utz-zertifiziert wurde. Dieser Standard schließt soziale Kriterien mit ein, unterscheidet sich aber in einigen Punkten von Standards wie Fairtrade. Bereits seit 2006 biete der Discounter zudem Fairtrade-Schokolade an.

 

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Über Alisa / EarthLink

Ich studiere Geographie, Ethnologie und Biologie auf Diplom in Heidelberg. Im Rahmen meines Studiums mache ich ein 6-wöchiges Praktikum bei EarthLink. Meine Hauptaufgaben sind das Schreiben von Blog-Einträgen und die Recherche für die Projekte "Aktiv gegen Kinderarbeit" und "Drogen Macht Welt Schmerz".
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4 Antworten zu Schokolade soll „korrekter“ werden

  1. Lola sagt:

    Können nicht Kennzeichen für fairen kakao eingeführt werden ich liebe nämlich Schokolade aber nicht auf Kosten der Umwelt und von Kindern !!!!

  2. Gerd Hülser sagt:

    Nein zu Kindersklavenschokolade!

    Seit Jahrzehnten werden Kinder aus dem westafrikanischen Mali entführt und Plantagenbesitzern an der Elfenbeinküste als Sklavenarbeiter verkauft. An der Elfenbeinküste werden 42% des weltweit gehandelten Kakaos umgeschlagen. Die Kindersklaven, die auf den Kakaoplantagen arbeiten müssen, bekommen nichts für ihre Arbeit. Die großen Lebensmittelfirmen profitieren von diesem Kinderhandel, behaupten aber offiziell, sie hätten nichts damit zu tun. Uns ist es zu wenig, wenn zwei Millionen Dollar für ein Projekt gestiftet werden und dann weitergemacht wird wie bisher. Das löst nicht das Problem! Uns reicht es! Wir sind evangelische und katholische TheologInnen aus Österreich und arbeiten bereits mit mehreren nichtkirchlichen Plattformen zusammen. Wir wollen einen absoluten Stopp der Kindersklaverei! Wir wollen nicht länger durch unseren Schokoladekonsum zum Leid von Kindern beitragen. Ab dem 2. Jänner 2012 werden wir für den Zeitraum von vier Wochen auf den Konsum von Produkten verzichten, die aus Kakao bzw. Kakaobutter hergestellt sind. Unsere Botschaft an die Lebensmittelfirmen: “Stoppen Sie sofort die Versklavung von Kindern und sorgen Sie umgehend für eine wesentliche Verbesserung der ArbeiterInnen! Ansonsten werden wir auch für längere Zeit auf Ihre Produkte verzichten!” Es geht darum, sich bewusst zu machen, dass unser Konsum die Versklavung von Kindern in den ärmsten Ländern fördert. Diese Aktion wird jetzt bereits von vielen engagierten Menschen unterstützt! Die Menschen sollen erkennen, warum es gut ist, fair gehandelte Produkte zu erwerben und warum es ethisch richtig ist, herkömmliche Kakaoprodukte im Regal stehenzulassen. Je mehr Menschen ab 2. Jänner unseren Boykott mittragen, desto größere Wirkung wird er zeigen. Es geht auch darum, sich dem Gefühl, dass wir eh nichts tun können, entgegenzustellen und zu sagen: Wir können doch etwas tun! Bitte kontaktieren Sie uns!

    moritzvonsachsen@gmx.net

    • nikoletta / EarthLink sagt:

      Hallo Herr Hülser,
      vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihr Engagement!
      Sicher ist es nicht damit getan, dass führende Schokoladenhersteller 2 Mio Dollar für ein Projekt zu stiften, aber nichts an den katastrophalen Arbeitsbedingungen auf den Plantagen ändern. Mit unserer Kampgane wollen wir kritische Konsumenten auf die Bedingungen aufmerksam machen, unter denen Kinder – auch in der Kakaoindustrie – ausgebeutet werden und auf unserer Firmenliste positive Beispiele aufzeigen, wie diesem Problem begegnet werden kann, z.B. indem wir auf Produkte mit dem Fairtrade-Siegel hinweisen. Viel Erfolg bei Ihrem Boykottaufruf, bei weiteren Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte über info@earthlink an uns. Beste Grüße.

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