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Bolivien: Kinderarbeit unter Tage

aktiv gegen kinderarbeit |  Bild:  © earthlink e.v.

aktiv gegen kinderarbeit | Bild: © earthlink e.v.

Der Cerro Rico, der reiche Berg, ist der Arbeitsplatz von zahlreichen Kindern in der bolivianischen Bergbauregion rund um die Stadt Potosí. Bolivien ist eines der ärmsten Länder in Südamerika obwohl es sehr reich an Bodenschätzen, wie Gold, Silber, Kupfer und Silizium ist. Abgebaut werden diese jedoch fast ausschließlich von ausländischen Firmen und das Land selbst und seine Bewohner verdienen kaum etwas dabei. Schon unter den Spaniern wurden die Ureinwohner des Landes versklavt und als Arbeiter in die Minen des Landes in Oruro, La Paz und vor allem Potosí geschickt.

Aktuell sind viele der Bergarbeiter Minderjährige. Sie fangen schon mit 8 oder 10 Jahren an zu arbeiten. So ist es auch Pedro ergangen, einem jungen Mann aus Potosí. Er wurde bereits mit 10 Jahren von seinem Vater mit in die Mine genommen um bei der Arbeit dort zu helfen. Aufgrund ihrer Größe können sich Kinder relativ gut in den engen Gängen der Minen bewegen. Sie werden für Arbeiten herangezogen, die sehr gefährlich sind. Pedro musste beispielsweise häufig Sprengstoffladungen in den engen Schächten anzünden, an die die Erwachsenen nicht herankamen.

Die Arbeitsbedingungen in bolivianischen Minen sind sehr hart und gesundheitsschädlich. Die Luft ist stickig und zum Teil giftig, man kann sich nur gebückt fortbewegen und es gibt kaum Sicherheitsausrüstungen. Ein Arbeitstag von sechzehn Stunden ist keine Seltenheit.

Kinderarbeit dieser Art ist in Bolivien vom Gesetz her verboten. Aber die Polizei kontrolliert die Mienen kaum und so bleibt es den Eltern überlassen, ihre Kinder anstatt in die Schule zum Arbeiten in den Cerro Rico zu schicken. Viele tun dies weil sie kein Geld haben und es in der Region um Potosí auch kaum alternative Einkommensquellen gibt.

 

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