Sierra Leone: Kinderzentrum hilft ausgebeuteten Kindern und klärt über Kinderhandel auf

Bild: © kein Copyright - Wikimedia Commons

Das Child Rescue Centre in Sierra Leone arbeitet eng mit der Faith Alliance Against Slavery and Trafficking (FAAST) zusammen, um Kinderhandel und ausbeuterische Kinderarbeit in Sierra Leone abzuschaffen und in Zukunft zu verhindern.
Im 18. und 19. Jahrhundert war Sierra Leone eines der Hauptzentren für Sklavenhandel in Westafrika. Die Sklaverei wurde jedoch nie ganz abgeschafft, noch heute gibt es in Sierra Leone moderne Sklaverei und Menschenhandel. Dabei werden vor allem Kinder ausgebeutet.
In Sierra Leone arbeiten 48% der Kinder zwischen 5 und 14 Jahren. Damit nimmt Sierra Leone laut UNICEF den dritten Platz weltweit im Bezug auf ausbeuterische Kinderarbeit ein. In Sierra Leone werden die Kinder vor allem in den schlimmsten Formen der Kinderarbeit beschäftigt, wie zum Beispiel in der Landwirtschaft, im Bergbau oder in Haushalten.
Kinderhändler haben ein leichtes Spiel in Sierra Leone. Oftmals begeben sie sich in ländliche Gebiete und treffen dort auf Familien, die ihre vielen Kindern kaum noch ernähren können und deshalb dankbar für jede Unterstützung sind. Die Kinderhändler versprechen den Eltern meist, dass sie die Kinder mit in die Stadt nehmen und ihnen dort Bildung ermöglichen. In Wahrheit verkaufen sie die Kinder dann jedoch weiter und zwingen sie zur Arbeit. Überall auf den Straßen der Hauptstadt Freetown sieht man Kinder, die eigentlich in der Schule sein müssten. Stattdessen arbeiten sie als Straßenhändler, sammeln Müll oder Metalle. Jungen, die eigentlich Fußball spielen sollten, arbeiten in den gefährlichen Minen und werden dort gezwungen stundenlang in der Hitze nach Diamanten zu suchen. Mädchen werden oft als Kinderprostituierte verkauft und leiden meist ein Leben lang unter den Folgen.
Das Child Rescue Center und FAAST helfen Kindern bei der Rehabilitierung und Reintegration in die Gesellschaft und arbeiten außerdem an Maßnahmen gegen den Kinderhandel in Sierra Leone. So werden beispielsweise Gemeinden darüber informiert, wie sie Kinderhändler erkennen können. Vor allem Prävention spielt bei der Aufklärungsarbeit eine wichtige Rolle, denn nur so können die Kinder von den schlimmen Folgen des Kinderhandels geschützt werden.
Das Child Rescue Centre hilft außerdem den Kindern, die bereits Opfer des Kinderhandels und der Zwangsarbeit wurden und dadurch traumatisiert sind. Die Kinder sollen im Child Rescue Center Geborgenheit und Bildung erhalten und letztlich zu den eigenen Familien zurückgebracht  oder von Pflegefamilien aufgenommen werden.

Quelle: Artikel auf SFGate.com (nicht mehr verfügbar)

Über Nadine / EarthLink

Ich studiere momentan im 5. Semester Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Interkulturelle Beziehungen in Fulda. Im Rahmen dieses Studiums absolviere ich nun ein 8-wöchiges Praktikum hier bei EarthLink. Ich schreibe vor allem Blog-Einträge zum Thema Kinderarbeit und Drogen, recherchiere für die Kampagne Facing Finance und mache bei der Radiosendung zum selben Thema mit.
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