Katar: Bei Kamelrennen werden zukünftig Roboter anstatt Kinder eingesetzt

Bild: © Lars Plougmann - Wikimedia Commons

Obwohl die Teilnahme von unter 18-jährigen an den berühmten Kamelrennen in Katar schon seit 2005 gesetzlich verboten war, gab es bisher keine zuverlässigen Informationen und Kontrollen ob das Problem dadurch auch wirklich behoben werden konnte.1)

Nun lobte die ILO das arabische Land jedoch für die Maßnahmen, die unternommen wurden, um die Beschäftigung von Kindern bei Kamelrennen zu verbieten und abzuschaffen. Die Verantwortlichen haben eine Lösung gefunden und verwenden jetzt Roboter als Reiter.

Bis 2005 wurden bei professionellen Rennen vor allem Kinder als Reiter eingesetzt. Meist stammten diese aus dem Ausland, wie zum Beispiel aus dem Sudan oder Pakistan. Oft wurden die Kinder aus armen Familien an Kamelrennveranstalter verkauft, was nicht nur von der ILO stark kritisiert wurde.

Nun sollen Roboter die Kinderreiter im Wüstenstaat ersetzen. Erste Testläufe waren schon erfolgreich: Ein Schweizer Roboter bewältigte bereits eine 2,5 km lange Teststrecke ohne Probleme.

Das Lob wurde von der ILO im Rahmen einer Expertenkommission ausgesprochen, die die Einhaltung der Konvention 182 überprüfen sollte. Dieses Übereinkommen sieht vor, die schlimmsten Formen von Kinderarbeit weltweit abzuschaffen. Katar hatte dieses Übereinkommen bereits im Jahr 2000 unterschrieben.2)

  1. Kamelrennen – Wikipedia []
  2. Der Artikel der Gulf Times ist leider nicht mehr verfügbar. []

Über Nadine / EarthLink

Ich studiere momentan im 5. Semester Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Interkulturelle Beziehungen in Fulda. Im Rahmen dieses Studiums absolviere ich nun ein 8-wöchiges Praktikum hier bei EarthLink. Ich schreibe vor allem Blog-Einträge zum Thema Kinderarbeit und Drogen, recherchiere für die Kampagne Facing Finance und mache bei der Radiosendung zum selben Thema mit.
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