Schweiz: Prostitution zukünftig erst ab 18

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Der Schweizer Bundesrat möchte eine Gesetzesänderung zur Ausweitung des Jugendschutzes in der Schweiz. Die momentane Gesetzeslage in der Schweiz erlaubt einvernehmlichen Geschlechtsverkehr gegen Bezahlung mit Jugendlichen ab 16 Jahren. Im Zuge des Beitritts der Europaratskonvention zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch ist eine Verschärfung der Gesetze notwendig.

Mit dem neuen Gesetz droht Freiern, die weiterhin mit Prostituierten unter 18 Jahren  gegen Bezahlung schlafen, eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren. Als Bezahlung gelten neben Geld, auch Drogen, Essen, Unterkunft oder Ferien. Auch die Förderung der Prostitution von Jugendlichen zwischen 16 und 18 wird mit dem neuen Gesetz mit Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahren bestraft.

Auch bei der Kinderpornographie soll der Schutz auf Jugendliche zwischen 16 und 18 ausgeweitet werden. Die Erstellung sowie der Vertrieb von solchem Material sollen mit Freiheitsstrafen von bis zu fünf bzw. drei Jahren geahndet.

Die Konvention zum Schutz von Kindern ist von der Schweiz bereits vor einem Jahr unterzeichnet worden. Es ist eines der wenigen Länder Europas, in dem  käuflicher Sex mit 16- und 17-jährigen Jugendlichen noch nicht strafbar ist.

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Über Heiko / EarthLink

Ich mache momentan im Rahmen meines Sozialwissenschaftsstudium ein 2-monatiges Praktikum bei EarthLink. Ich befasse mich hauptsächlich mit dem Schreiben von Blog-Einträgen für aktiv-gegen-kinderarbeit.de und der Recherche für Facing Finance.
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