Philippinen: Verkauf von ungeborenen Babys

aktiv gegen kinderarbeit |  Bild:  © earthlink e.v.

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Eine neue Art des Kinderhandels wurde auf der 11. globalen Konferenz für Kinderfürsorge in Makati angesprochen. Bei der neuen Strategie wird mit schwangeren philippinischen Frauen Kontakt aufgenommen. Sie sollen als Touristen ins Ausland reisen und ihr neugeborenes Baby an die Adoptiveltern verkaufen. Bisher wurden offiziell zwei Fälle verzeichnet, einer vor zwei Jahren in Österreich und einer letztes Jahr auf Malta. Im Falle Maltas wurde der Frau Geld gegeben, um in das Land zu reisen und das Kind nach der Geburt zur Adoption freizugeben. Da die meisten Adoptionen dieser Art nicht gemeldet werden, ist es schwer, die genaue Zahl der auf diese Weise aus dem Land gebrachten Kinder zu erfassen. Dahinter steht die Problematik, dass man schwangeren Frauen eine Reise in ein anderes Land nicht verbieten kann und man somit den Grund der Reise nicht nachvollziehen kann.

Zwischen 400 und 500 Kinder, sowohl Waisenkinder als auch alleingelassene Kinder, werden von ausländischen Eltern adoptiert. Verwaltet werden die Adoptionen von dem philippinischen Inter-Country Adoption Board. Dabei werden die Eltern von gut ausgebildeten Mitarbeitern sehr genau überprüft und daraufhin ein passendes Kind ausgewählt. Hauptsächlich adoptieren die USA, Kanada, Frankreich und andere europäischen Länder die philippinischen Kinder.

Das Adoptionssystem hat auch in den Ländern Kambodscha und Nepal Anklang gefunden und könnte zukünftig auch dort zum Einsatz kommen.

Link zum Artikel (englisch)

 

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