Philipinnen: Härteres Vorgehen gegen Kinderarbeit

Bild: © n.v. -

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und das Arbeitsministerium der Philippinen (DOLE) starten zusammen ein neues Projekt zur Bekämpfung von Kinderarbeit. Dieses Projekt soll im Bezirk Eastern Visayas die Vorfälle bezüglich Kinderarbeit bis 2016 halbieren.

Der Direktor des Bezirks Eastern Visayas, Forter Puguon, sagte: “Wir hoffen Kinder aus den schlimmsten Arten der Kinderarbeit zu befreien”. Hierzu gehören unter anderem die Kinderpornoproduktion, Prostitution, Sklaverei und Schuldknechtschaft, Drogenhandel und Kinderhandel.

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen alle Akteure, wie Regierung, Eltern, die Kirche und NGOs zusammenarbeiten. Ein gemeinsamer Aktionsplan wird auch von dem Arbeitsministerium unterstützt. Des Weiteren wird ein regionales Kinderarbeitskomitee  initiiert, das sich speziell um die regionalen Verstöße gegen Kinderarbeit kümmern soll. Das Komitee ist eine direkte Antwort auf die erhöhte Zahl von Vorfällen im Eastern Visayas Bezirk.

Meinung: Es ist zwar löblich, dass  in einem der größten Problemländer bezüglich Kinderarbeit von staatlicher Ebene etwas unternommen wird, allerdings scheint die Regierung mit der Durchführung erheblich überfordert. Nicht nur, dass sich die Anstrengungen auf nur einen Bezirk konzentrieren, es soll auch 5 Jahre dauern bis die schlimmsten Formen von Kinderarbeit halbiert werden. Bei solchen Zielsetzungen kann man davon ausgehen, dass es noch lange dauern wird bis Kinderarbeit auf den Philippinen der Vergangenheit angehört. (( Der Artikel der Manila Bulletin Publishing Corporation ist leider nicht mehr verfügbar. ))

Über Heiko / EarthLink

Ich mache momentan im Rahmen meines Sozialwissenschaftsstudium ein 2-monatiges Praktikum bei EarthLink. Ich befasse mich hauptsächlich mit dem Schreiben von Blog-Einträgen für aktiv-gegen-kinderarbeit.de und der Recherche für Facing Finance.
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