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Kinderheirat weltweit – Freiheitsverlust und Entwicklungshindernis

aktiv gegen kinderarbeit |  Bild:  © earthlink e.v.

aktiv gegen kinderarbeit | Bild: © earthlink e.v.

Laut der UN-Konvention  für die Rechte der Kinder sind Heiraten vor dem Erreichen des 18. Lebensjahres eine Menschenrechtsverletzung. Trotzdem wird im Schnitt alle drei Minuten ein Mädchen unter achtzehn Jahren verheiratet. Oft ohne ihre Einwilligung und manchmal mit einem bedeutend älteren Mann. Hauptsächlich betroffen sind Entwicklungsländer. Laut dem International Center for Research on Women (ICRW) werden in Niger, Tschad und Mali 70% der Frauen vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet. In Bangladesh, Guinea, der Zentralafrikanischen Republik, Mozambique, Burkina Faso and Nepal sind es über 50% und in Äthiopien, Malawi, Madagaskar, Sierra Leone, Kamerun, Eritrea, Uganda, Indien, Nicaragua, Zambia und Tansania über 40%..

 

Kinderheirat bedeutet für viele Mädchen den frühzeitigen Verlust der Unschuld und der Freiheit. Laut Plan UK, einer NGO aus Großbritannien, ist die Kinderheirat auch eines der größten entwicklungspolitischen Probleme unserer Zeit. Durch die frühzeitige Beendigung der schulischen Bildung wird den Mädchen jede Chance auf Unabhängigkeit oder selbständige Versorgung der Familie genommen. Im Zuge der Kinderheirat besteht erhöhte Gefahr sich mit HIV zu infizieren, da man mit dem Ehepartner ungeschützten Geschlechtsverkehr hat. Auch wird die Kindersterblichkeit bzw. das Sterben der Mutter im Kindbett durch frühzeitige Schwangerschaften negativ beeinflusst. Ein Mädchen mit 15 Jahren ist fünfmal mehr gefährdet bei der Geburt zu sterben als eine Frau mit 20 Jahren.

 

Die Gründe für die Zwangsheirat sind unterschiedlich. Manche Familien haben durchaus gute Absichten und wollen ihrem Kind schnell eine gesicherte Zukunft bescheren und in anderen Fällen wird versucht das Kind vor dem Verlust der Jungfräulichkeit zu verheiraten, da nur jungfräuliche Bräute Chance auf einen Mann haben. Allerdings werden Kinder auch in die Ehe verkauft um Schulden zu begleichen oder bei Klimakatastrophen den Rest der Familie durchbringen zu können.

Link zum Artikel (englisch)




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