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Indien: Textilfabrikanten auf Schwarzer Liste der USA geführt

aktiv gegen kinderarbeit |  Bild:  © earthlink e.v.

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Indische Textilhersteller werden nach einer Meldung der einheimischen Behörden vom Arbeitsministerium der Vereinigten Staaten verdächtigt, zur Herstellung ihrer Produkte auf ausbeuterische Kinderarbeit zurückgegriffen zu haben. Aus diesem Grund sind die Fabrikanten auf zwei Schwarzen Listen – der Executive Order list No. 12126 (EO) und dem Trafficking Victims Protection Reauthorization Act (TVPRA) – der Jahre 2009 und 2010 zu finden.

Die Listung in der EO und TVPRA impliziert kein direktes Handelsverbot. Jedoch soll sie dazu beitragen, ein öffentliches Bewusstsein für die Problematik der Kinderarbeit zu schaffen. Bei anderen Ländern, die sich in der Vergangenheit auf den beiden Listen wiedergefunden hatten, wurde jedoch kein Exportrückgang verzeichnet.

Dabei habe es nach Angaben von Panabakka Lakshmi, der als Staatsminister für die Textilproduktion zuständig ist, 2009 mehrere Anläufe der indischen Regierung gegeben, diese Einstufung zu revidieren. Die dafür anberaumten Treffen hatten jedoch keine Auswirkungen. Ebenso ohne Folgen blieb ein Bericht über die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie, welcher dem US-Arbeitsministerium von indischen Unternehmern ausgehändigt wurde.

Als Folge der negativen Außendarstellung der einheimischen Textilindustrie hat die indische Regierung mit dem Common Compliance Code ein Programm verabschiedet, welches die Industrie für adäquate Arbeitsbedingungen sensibilisieren soll. Mit dem Apparel Exports Promotion Council (AEPC) wurde ein Kollegium geschaffen, welches die Implementierung des Programms unterstützen soll.

 

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