Deutschland: Wie Netzwerkfahnder gegen Kinderpornografie kämpfen

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Kinderpornografie im Netz ist ein Milliardengeschäft. Pädokriminelle tauschen und verkaufen Bilder und Videos im Internet, ohne jedes Schuldbewusstsein. Spezialfahnder ermitteln weltweit, meist als Netzwerkfahnder, auf der Suche nach kinderpornografischen Spuren im Internet.

Meist werden diese Abteilungen „Horror-Abteilungen“ genannt, weil sich die Fahnder zwangsläufig mit kinderpornografischem Material auseinandersetzen müssen, um Hinweise auf Pädosexuelle zu erhalten. Allein beim Landeskriminalamt in München werden zum Beispiel in einem gewöhnlichen Jahr durchschnittlich 6000 Spuren im Netz entdeckt. Diese können durch die IP-Adressen zu den echten Adressen der Verdächtigen führen.

Immer wieder werden Forderungen laut, die entsprechenden Websites auch in Deutschland automatisch zu sperren oder zu löschen. In anderen europäischen Ländern wie in Italien, den Niederlanden, in Schweden, Finnland, Dänemark, Frankreich oder Großbritannien wurde der Zugang zu kinderpornografischen Seiten bereits gesperrt. In Deutschland wird weiterhin eine Debatte über dieses Thema geführt. Auch Datenspeicherung spielt hierbei eine Rolle.

Ohne gespeicherte Daten und ohne den Vorrat an Erkenntnissen, ist die Jagd auf Pädosexuelle schwierig bzw. unmöglich. Durch die IP-Adresse im Internet erhält man die nötigen Ermittlungsansätze, um Nutzer und Täter zu fassen.

Auch wenn die Ermittlungen der Kriminalbeamten schwierig und oft kaum zu verkraften sind, haben die Netzfahnder nach wie vor Hoffnung und Motivation. Laut Christian Hoppe, Kriminaldirektor beim BKA sei es am wichtigsten, die Täter zu identifizieren, da diese dann vom Markt bzw. vom Netz genommen werden könnten.

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