Teilen + unterstützen!

Philippinnen: Provinz beschließt Programm gegen Kinderarbeit im Bergbau

aktiv gegen kinderarbeit |  Bild:  © earthlink e.v.

aktiv gegen kinderarbeit | Bild: © earthlink e.v.

Das Arbeitsministerium des Regierungsbezirks Soccsksargen möchte nach Angaben eines Funktionärs gegen Kinderarbeit im Bergbau vorgehen.

Dabei kooperiert das Arbeitsministerium unter der Leitung von Gloria A. Tango mit  den Referaten Soziales und Bildung. Die Politikerin beschreibt die Kinderarbeit im Bergbau als Teufelskreis, da ohne ausreichende Bildung mit den Nachkommen der heutigen Arbeiter die nächste Generation von minderjährigen Angestellten bereits in den Startlöchern steht. Die Ministerien wollen dabei in Workshops ein Programm gegen Kinderarbeit entwickeln, an dem auch die betroffenen Familien teilnehmen können.

Ausbeuterische Kinderarbeit wird in der Bergbauregion T’boli seit den 1980er Jahren praktiziert. Als Hauptursache dafür gilt die hohe Armutsquote. Viele Kinder müssen als Träger für das gewonnene Erz zum Einkommen der Familie beitragen, da sonst nicht ausreichend Geld zur Verfügung steht. Als Folge der harten Arbeit ergeben sich für die Kinder sowohl gesundheitliche als auch mentale Folgeschäden.

Die politischen Funktionäre der Region haben dabei ihre Unterstützung für Tangos Anliegen zugesichert. Ebenfalls von Bedeutung ist die Unterstützung der kanadischen Firma Cadan Resources Corp., die im Rahmen des Mineral Production Sharing Agreement seit 1997 in T’boli Gold- und Silbererz gewinnen. Etwa ein Viertel der Bergbauregion steht damit unter der Kontrolle der Kanadier, die ebenfalls ihre Bereitschaft im Kampf gegen Kinderarbeit zugesichert haben.

Wie hoch der Anteil Minderjähriger im Bergbau ist, steht nicht fest. Dazu kommt mit der Landwirtschaft ein weiterer Sektor, der mit Vorwürfen bezüglich ausbeuterischer Kinderarbeit behaftet ist. Hauptursache für diese neue Initiative dürfte die Absicht der philippinischen Arbeitsministerin Rosalinda Baldoz sein, die Kinderarbeit stärker zu bekämpfen als bisher.

 

Link zum Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.