Philippinen: Kinder vor Cybersex gerettet

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Bild: © n.v. -

Am Dienstagnachmittag konnten die Polizei und die Behörden in Cordova, Cebu, drei Kinder vor Cybersex retten. Die Kinder sind 9, 12 und 17 Jahre alt. Bei der Aktion wurden drei anwesende Frauen, 25, 29 und 31 Jahre alt, festgenommen, die den Kindern sagten was sie vor der Webcam zu tun hätten. Die Polizei konnte die Frauen auf frischer Tat ertappen, da die Durchsuchung stattfand, währende die jungen Mädchen gerade nackt vor der Kamera postierten. Die Durchsuchung wurde von dem regionalen Büro des Geheimdienst (PIB) durchgeführt, mit Unterstützung der Nichtregierungsorganisation Kinderrechtsbüro (Children’s Legal Bureau).

Die zwei Hauptverdächtigten Marilou Tabada, die Besitzerin des Hauses, und Salome Ligan konnten nicht festgenommen werden, da Tabada zur Zeit der Durchsuchung nicht anwesend war und Ligan den Behörden entkommen konnte, als diese die Kinder befreiten. Das 12-jährige Mädchen ist die kleine Schwester von Tabada.

Der Chef  des PIB, Rodulfo Albotra, sagt aus, dass sie das Haus zwei Monate überwacht hatten, nachdem ein Zeuge die Polizei über die Cybersex Vorkommnisse informiert hatte. Jeden Tag seien junge Mädchen in das Haus gegangen. Albotra teilt weiter mit, dass die anwesenden Erwachsenen alle Türen und Fenster abgeschlossen hätten, wenn die Mädchen ihre Dienste vor der Webcam erfüllten. Albotra fügt hinzu, dass das Haus anscheinend ausschließlich zum Zeck des Cybersex gebaut worden war. Es verfügt über einen kabellose Internetverbindung, die von einem Computer mit Webcam aus genützt werden kann.

Unter den drei verhafteten Frauen, die die Mädchen vor der Kamera coachten, war auch die 31-jährige Mutter des neun-jährigen Mädchens. Nach der Festnahme wurden die Kinder sofort an das Amt für Sozialfürsorge und Entwicklung übergeben, während die drei Erwachsenen im Polizeibüro von Cebu festgehalten wurden.

Dort bestätigten die Kinder mit ihrer Aussage den Verdacht der Behörden. Sie gaben an, sich für Geld vor der Kamera ausgezogen zu haben und das 17-jährige Mädchen sagte aus, dass sie schon seit zwei Wochen für die Cybersexbande arbeiten würde. Albotra betont daraufhin, dass Armut kein Grund für Cybersex sein dürfe. Er wird einen Prozess gegen die drei verhafteten und die zwei gesuchten Frauen unter dem Gesetz gegen Menschenhandel anregen.

Erst letzten Monat konnten die Behörend in Cordova sechs Geschwister vor Cybersex retten. Die Eltern hatten sechs ihrer Kinder und ihre 13-jährige Nichte für Live-Shows vor der Webcam für zahlende Ausländer benutzt. Sie wurden des Kinderhandels angeklagt.

Link zum Artikel – 3 Kinder vor Cybersex in Cebu gerettet (englisch)

Link zum Artikel – „Cybersex“ Kinder sagen aus; Link nicht mehr abrufbar seit 11.05.2018 (englisch)

Über amelie / EarthLink

Ich bin gerade fertig geworden mit meinem Bachelor of Arts in European Studies an der Universität in Maastricht, Holland. Um ein bisschen Arbeits- und Lebenserfahrung zu sammeln mache ich momentan ein Praktikum bei Earthlink, bis ich im Herbst einen Master-Studiengang in International Security and Law in Dänemark beginne. Bei Earthlink schreibe ich Blogeinträge für die Website Aktiv gegen Kinderarbeit und bin mit Recherche für das Projekt Facing Finance beschäftigt.
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