Ghana: neue Daten zur Kinderarbeit

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23.3 % der Kinder in Ghana üben mindestens eine gefährliche Tätigkeit aus, berichtete Andrew Tagoe von der ghanaischen Gewerkschaft für Arbeiter aus der Landwirtschaft (Ghana Agricultural Worker Union). Laut den neusten Statistiken arbeiten 430 595 von den im land lebenden 1 846 125 Kindern in gefährlichen Berufen in allen Wirtschaftsbereichen. 10% von diesen 430 000 werden bei Produktion und Anbau von Kakao angestellt.

Als Gründe für die landesweite Verbreitung von Kinderarbeit nannte Tagore die ökonomischen und soziokulturellen Unzulänglichkeiten im Bildungssystem und mangelnde Kapazitäten für Implementierung der Kinderrechte. Die im Kakaosektor arbeitenden jungen Angestellten werden oft schädlichen Chemikalien ausgesetzt, betonte er. Seiner Meinung nach sei die Arbeit der Kinder beim Gießen von Kakaosamen, Pflücken und Sammeln von abgefallenen Kakaoschalen unbedenklich, aber nur wenn sie von Erwachsenen beaufsichtigt wird.

Mit Unterstützung der ILO entwickelte Ghana einen nationalen Aktionsplan (National Plan of Action), welcher die Beseitigung von schlimmsten Formen von Kinderarbeit bis 2015 ermöglichen soll. Ziel des Plans ist es, Bemühungen der unterschiedlichen Akteure, welche sich gegen Kinderarbeit einsetzen, zu harmonisieren und die Besitzer von Kakaoplantagen über die Konsequenzen der Benutzung von Kinderarbeit informieren.

 

Link zum Artikel (englisch)

Über gosia / EarthLink

Übersetzerin, Dolmetscherin, Lehrerin; Wenn ich nicht gerade meine Masterarbeit in Internationalen Beziehungen an der TU Dresden schreibe, recherchiere ich im Rahmen meines dreimonatigen Praktikums bei Earthlink zum Thema Kinderarbeit, verfasse Blog-Einträge für die Kampagne „Aktiv gegen Kinderarbeit“, schreibe Firmen bezüglich ihrer Politik zur Kinderarbeit an und kümmere mich um die Vervollständigung und Nachbesserung der Informationen auf der Kinderarbeitshomepage. Ich beteilige mich auch am Projekt „Drogen Macht Welt Schmerz“ und recherchiere für die Initiative „Facing Finance“.
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