Ghana: Nationale Lehrervereinigung veröffentlicht Leitfaden gegen Kinderarbeit

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In Erinnerung an den Welttag gegen Kinderarbeit hat die ghanaische Lehrervereinigung am Mittwoch einen Leitfaden gegen Kinderarbeit veröffentlicht. Das Buch mit dem Titel „Kinderarbeit in Ghana“ ist dazu gedacht, Interessierte und Beteiligte über die Gründe, Auswirkungen und Maßnahmen zur Bekämpfung des Problems zu informieren.

Der Arbeits- und Sozialminister Enoch Teye Mensah lobte die Initiative und das Engagement der Lehrervereinigung für die Ausrottung von Kinderarbeit. Der Minister erwähnt außerdem, dass Bemühungen im Gange seien, das Kindergesetz nachzubearbeiten um es vollständig in Linie mit dem Abkommen 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über die schlimmsten Formen der Kinderarbeit zu bringen. Des Weiteren pries Mensah die internationale Gemeinschaft für ihre technische und finanzielle Unterstützung für Ghana im Kampf gegen Kinderarbeit. Er fügte hinzu, dass, nach fortwährender Unterstützung der ILO, Ghana stolz sei, einen „nationalen Aktionsplan zur Abschaffung der schlimmsten Formen von Kinderarbeit bis 2015“ vollendet entwickelt zu haben. Der Aktionsplan wird bereits im Gebiet der Kakaoproduktion angewendet und soll bald auch auf den Bereich des Fischfangs ausgedehnt werden. Minister Mensah kündigte an, dass die Regierung ein System zur Überwachung von Kinderarbeit entwickelt hat, das Vorfälle verfolgt und so bei der Abschaffung von Kinderarbeit behilflich ist. Der Minister sieht die Gründe für Kinderarbeit vor allem in der vorherrschenden Armut und unverantwortlichen Eltern. Er mahnt die Eltern, sich um das Wohlergehen ihrer Kinder zu bemühen.

Die Generalsekretärin der ghanaischen Lehrervereinigung, Irene Duncan-Adanusa, bezieht sich auf den Zusammenhang zwischen Kinderarbeit und Bildung. Sie bemerkt, dass dort wo Kinderarbeit stattfindet, die Bildung der Kinder vernachlässigt wird, ihrer Meinung nach, ein nicht vertretbarer Zustand. Um Kinderarbeit zu verhindern fordert sie den Aufbau von mehr Schulen, besonders in den Gebieten die besonders anfällig für Kinderarbeit sind. Frau Duncanä-Adanusa ist der Meinung, dass der Leifaden äußerst interessant und hilfreich für Interessensvertreter sein könnte, die gegen Kinderarbeit vorgehen wollen. Das Buch ist in sechs Kapitel unterteilt: Im ersten werden die Konzepte und Varianten der Kinderarbeit in Ghana definiert, während das zweite Kapitel von der Rolle der Regierung in der Beseitigung von Kinderarbeit handelt. Im dritten Teil wird auf die Funktion von organisierter Arbeit im Kampf gegen Kinderarbeit eingegangen und im vierten Abschnitt geht es um die Aktivitäten der Lehrerverbände. Das fünfte Kapitel analysiert die Aufgaben der Gemeinden und Gesellschaften um das Abbrechen der Schulausbildung und Kinderarbeit zu verhindern. Der letzte und sechste Teil diskutiert die Rolle der Eltern und Kinder in der Verringerung von Schulabbrüchen und der Beseitigung von Kinderarbeit.

Link zum Artikel (englisch)

Über amelie / EarthLink

Ich bin gerade fertig geworden mit meinem Bachelor of Arts in European Studies an der Universität in Maastricht, Holland. Um ein bisschen Arbeits- und Lebenserfahrung zu sammeln mache ich momentan ein Praktikum bei Earthlink, bis ich im Herbst einen Master-Studiengang in International Security and Law in Dänemark beginne. Bei Earthlink schreibe ich Blogeinträge für die Website Aktiv gegen Kinderarbeit und bin mit Recherche für das Projekt Facing Finance beschäftigt.
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