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Ghana: Die zweischneidige Rolle der kleinen Bergbauunternehmen

aktiv gegen kinderarbeit |  Bild:  © earthlink e.v.

aktiv gegen kinderarbeit | Bild: © earthlink e.v.

Ophelia Koomson, eine Landrätin aus der Region Birim, betont, dass der Vorteil der kleinflächigen Bergbauunternehmen ihr großer Beitrag zur ghanaischen Wirtschaftsentwicklung sei, der jedoch durch negative ökologische und soziale Folgen wieder zunichte gemacht würde. Sie führt an, dass im Jahr 2010 das Gold, das in kleinen Minen gewonnen wurde, 23 Prozent der gesamten Goldproduktion in Ghana ausgemacht hätte und dass alle Diamanten aus kleinen Minen stammen würden. Weitere Vorteile des kleinflächigen Bergbaus sind, dass viele junge Menschen direkt oder indirekt Arbeit finden, sowie dass eine größere Vernetzung der Wirtschaftssektoren entsteht.

Allerdings führen die kleinen Minen zu einer Verschlechterung und schweren Verschmutzung der Umwelt, außerdem würden vermehrt Kinderarbeiter in den kleinen Minenbetrieben eingesetzt, wodurch sich die Quote der Schulabbrecher erhöht, Alkohol- und Drogenkonsum zunehmen und Prostitution sich ausweitet.

Ben Aryee, der Geschäftsführer der Bergbau Kommission, sagt, dass die Regierung mit ihrer Politik es den kleinen Bergbauunternehmen möglich machen wolle, so effizient wie ihr großen Konkurrenten zu werden. Dabei sollen die Unternehmen auch selbstständig und einheimisch arbeiten, indem fast ausschließlich lokale Firmen die Zulieferaufgaben übernehmen. Damit würde die Regierung, mit der Hilfe von Partnern, das Programm zur Verwaltung der natürlichen Ressourcen und der Umwelt umsetzen. Das Programm hat verschiedene Ziele, eines von diese ist die Verringerung der negativen Auswirkungen des kleinflächigen Bergbaus. Im Rahmen des Programms werden ökologisch vertretbare Gegenden gesucht, in denen kleine Minen errichtet werden könnten.  

Weitere Probleme, mit denen sich momentan ein Komitee des nationalen Sicherheitsdienstes beschäftigt, umfassen illegalen Bergbau und Holzgewinnung. Einer der Manager der ghanaischen Bergbau Kommission, Richard Kofi Afenu, stellt fest, dass die Probleme des kleinflächigen Bergbaus nicht länger regionale Themen sind, sondern längst landesweit von Bedeutung sind, seit auch Ausländer seit einiger Zeit in diesem Sektor tätig sind, der sonst dem Gesetz nach nur für Ghanaer zugänglich sei.     

 

Link zum Artikel (englisch)

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