USA: Oregon bessert Gesetz gegen Sexsklavenhandel nach

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John Kitzhaber, der Gouverneur des amerikanischen Bundesstaates Oregon, unterzeichnete Ende Mai und Anfang Juni 2011 zwei neue Gesetze, die den Handel mit Sexsklaven eindämmen sollen. In der Gegend um Portland kam es in der Vergangenheit zu vielen Vorfällen, bei denen Minderjährige für sexuelle Handlungen verkauft wurden. Die bisher bestehende Gesetzgebung war zu vage und ohne ausreichend klare gerichtliche Regeln für Beweisführung und Mindeststrafe, wodurch das Gesetz kaum Anwendung fand und keine Verbesserung der Situation erreicht werden konnte. Stattdessen verwendeten die Gerichte meist erzwungene Prostitution als Urteilsgrundlage. Das jedoch zog Folgen nach sich: Während das Prostitutionsgesetz sowohl das Bezahlen für als auch das Anbieten von Prostitution für strafbar erklärt, sind die jugendliche Sexsklaven als Opfer zu betrachten.

Deshalb trennt eines der neuen Gesetze (HB 2714, ratifiziert am 27. Mai 2011) Täter und Opfer im Bereich des Handels mit Sexsklaven klarer, und bietet folglich mehr Schutz für die minderjährigen Opfer. Des Weiteren erhöht dieses Gesetz die Strafen für bezahlten Sex mit Minderjährigen von etwa 6 000 US-Dollars auf 10 000 für das erste Mal und auf 20 000 US-Dollars bei Wiederholung. Außerdem muss der Angeklagte nach dem zweiten Mal für mindestens 30 Tage ins Gefängnis. Zudem ist, auf Grund der weiteren neuen Gesetze HB 2417 (noch nicht unterzeichnet) und SB 425 (ratifiziert am 14.Juni 2011), die Ausrede des Zuhälters und des Kunden, nichts von dem wahren Alter des Kindes gewusst zu haben, nicht länger möglich.

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Über amelie / EarthLink

Ich bin gerade fertig geworden mit meinem Bachelor of Arts in European Studies an der Universität in Maastricht, Holland. Um ein bisschen Arbeits- und Lebenserfahrung zu sammeln mache ich momentan ein Praktikum bei Earthlink, bis ich im Herbst einen Master-Studiengang in International Security and Law in Dänemark beginne. Bei Earthlink schreibe ich Blogeinträge für die Website Aktiv gegen Kinderarbeit und bin mit Recherche für das Projekt Facing Finance beschäftigt.
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