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USA: Kinderarbeit als Lösung für ökonomische Krise?

aktiv gegen kinderarbeit |  Bild:  © earthlink e.v.

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„Ich begann mit 11 Jahren zu arbeiten. Ich wurde Gouverneur. Es ist keine große Sache. Arbeit verletzt niemanden.“ Diese Worte stammen von Paul Le Page, Gouverneur von Missouri.

Republikanische Gesetzgeber in den US-amerikanischen Bundesstaaten Maine und Missouri schlagen vor, bestehende Kinderarbeitsgesetze abzuschaffen, um Kinder jüngeren Alters, für eine höhere Stundenzahl und für weniger als dem bisher vorgeschriebenen Mindestlohn anstellen zu können. Senatorin Jane Cunningham in Missouri und Gouverneur Paul Le Page  argumentieren, dass eine mögliche Lösung der nationalen Wirtschaftskrise dadurch erreicht werden könne, Kinder unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten zu lassen.  Hierbei wird, unabhängig von dem Gedanken der Menschenrechtsverletzung, völlig außer acht gelassen, dass die Ausbeutung junger Menschen eine ganze Generation bedroht, welche die wirtschaftliche Stabilität bis ins nächste Jahrhundert hinein sichern könnte. Für die Kinder der Arbeiterklasse ist es deshalb unabdingbar, Zugang zu Bildungsangeboten und stabile Erwerbsmöglichkeiten in einem angemessenen Alter zu finden. Die gesetzlichen Änderungsvorschläge von Le Page beinhalten folgendes: die Wochenarbeitsstunden von Schülern von 20 auf 24 Stunden zu erhöhen, Schüler bis 23 Uhr, statt wie bisher 22 Uhr arbeiten zu lassen, den vorgeschriebenen  Mindestlohn von 7,50$ auf 5,25$ herabzusetzen.

Senatorin Cunningham schlägt vor, Kinder unter 14 Jahren zu beschäftigen, Kinder in Hotels und Motels arbeiten zu lassen, Arbeitszeitenreglementierungen komplett aufzuheben und staatlichen Autoritäten ihre Überwachungsfunktion zu entziehen.

Link zum Artikel (englisch)

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