Indien: 3-tägiges Polizeitraining gegen Menschenhandel

In der Region Manipur im Nordosten Indiens trainieren seit gestern etwa 25 Polizeibeamte den Umgang mit Menschenhandel. Der leitende Polizeibeamte Clay Khongsai begründet in seiner Eröffnungsrede die Aktualität des Themas mit dem fortwährenden Anstieg des Menschenhandels in Indiens nördlichen Provinzen. Er betont, dass durch Armut getriebene Eltern sich einverstanden erklären ihre Kinder weg zu geben, weil Menschenhändler viel Geld und eine gute Ausbildung der Kinder versprechen. Die Kinder werden jedoch als Arbeiter, Prostituierte, aber auch als Soldaten verkauft. L Pishak Singh, der Vorsitzende des Child Welfare Committees (Kinderfürsorge Kommission) des Bezirks Bishnupur, stellt heraus, dass die wenigsten Fälle angezeigt werden. Er weist darauf hin, dass, im Falle einer Anzeige, die Menschenhändler für einige Tage ins Gefängnis gehen, aber anschließen auf Kaution wieder frei kommen und zu ihren Tätigkeiten zurückkehren können. Eine wirkliche Verurteilung wird nicht ausgesprochen. Diese mangelnde Strafverfolgung macht Menschenhandel zunehmend attraktiver. Als Gesetzeshüter hat die indische Polizei die Aufgabe diesen Handel einzudämmen, deshalb beinhaltet das 3-tägige Seminar in Imphal sowohl Strategien zur gesellschaftlichen Wiedereingliederung der Opfer als auch Trainings- und Sensibilisierungsmaßnahmen für die Polizeibeamten.

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Ein Gedanke zu „Indien: 3-tägiges Polizeitraining gegen Menschenhandel“

  1. Sehr gut dass etwas passiert auch wenn ich mir wünschen würde, dass es im ganzen Land passiert und nicht nur in der Region Manipur. Menschenhandel findet nicht nur über Staatsgrenzen hinweg statt

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