Pakistan: holpriger Kampf gegen Kinderarbeit

Flagge von Pakistan | Bild: © Public Domain - Wikimedia Commons

Im Rahmen des seit 2008 in Pakistan verwirklichten fünfjährigen Projektes „Bekämpfung von ausbeuterischer Kinderarbeit II“ (Combating Abusive Child Labour II) setzt sich die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) zusammen mit der Europäischen Kommission gegen Kinderarbeit ein. Das Programm, welches 5,2 Mio. Euro kostet, soll 10 000 in gefährlichen Berufen arbeitenden Kindern helfen. Für die Implementierung sind das pakistanische Arbeitsministerium , regionale Behörden und lokale NGOs verantwortlich. Die Realisierung des Projektes wird leider durch die sich verschlechternde Sicherheitssituation in Pakistan beeinträchtigt. Dadurch konnte z.B. der institutionelle Mechanismus, welcher das Kernprojekt einleitet, erst mit Verzögerung starten.

Das aktuelle Problem betrifft die landesweite Recherche zur Kinderarbeit, da es unklar ist, von wem sie durchgeführt werden soll. Khursheed Ahmad Shah, der Minister für Arbeit und Arbeitskräfte, erklärte am Freitag, dass die Umfrage nicht durch die Regierung organisiert werden solle, da, laut der Verfassungsänderung vom April 2010, welche die Macht des Präsidenten zugunsten der Regierung und der Provinzen vermindert, die lokalen Behörden dafür zuständig seien.

Laut Angaben der ILO arbeiten in Pakistan 3,6 Mio. Kinder. Der Hauptgrund für diese Situation ist die vorherrschende Armut. Naturkatastrophen, wie z.B. das Erdbeben im Jahr 2005 oder die Überflutungen im Jahr 2010 sowie die instabile Sicherheitslage im Lande infolge des Afghanistan-Kriegs wirken sich verschärfend auf die ohnehin schwierige Lage der pakistanischen Kinder aus.

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Über gosia / EarthLink

Übersetzerin, Dolmetscherin, Lehrerin; Wenn ich nicht gerade meine Masterarbeit in Internationalen Beziehungen an der TU Dresden schreibe, recherchiere ich im Rahmen meines dreimonatigen Praktikums bei Earthlink zum Thema Kinderarbeit, verfasse Blog-Einträge für die Kampagne „Aktiv gegen Kinderarbeit“, schreibe Firmen bezüglich ihrer Politik zur Kinderarbeit an und kümmere mich um die Vervollständigung und Nachbesserung der Informationen auf der Kinderarbeitshomepage. Ich beteilige mich auch am Projekt „Drogen Macht Welt Schmerz“ und recherchiere für die Initiative „Facing Finance“.
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