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Neue Studie zur Kinderarbeit in Namibia

 |  Bild: © n.v.

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Aus der neusten Studie zu Kinderarbeit, die im Auftrag der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durch das Institut für Arbeitsforschung und Ressourcen (Labour Research and Resource Institute) in Namibia durchgeführt wurde, geht hervor, dass Namibia von der Problematik der Kinderarbeit stark betroffen ist. Die Recherche analysierte sowohl das Ausmaß und die Häufigkeit als auch die Gründe und Folgen der Kinderarbeit in vier Regionen des Landes. Während der Datensammlung wurden 818 arbeitstätige namibische Kinder zwischen 10 und 17 Jahren gefunden. Dazu wurden 27 Minderjährige aus dem Ausland (16 Kinder aus Sambia und 11 aus Angola) entdeckt, die wahrscheinlich dem illegalen Menschenhandel zum Opfer gefallen sind.

Die Studie berichtet, dass Kinderarbeit in Namibia überwiegend bei Viehzucht und beim Pflügen, Jäten und Ernten auf privaten, kommunalen und kommerziellen Bauernhöfen eingesetzt wird. Armut, Mangel an Essen und Tod der Eltern (oft durch AIDS) sind die häufigsten Gründe für Kinderarbeit. Weitere Ursachen sind die Auswanderung der Eltern, der Alkoholismus, die Arbeitslosigkeit und die wachsende Anzahl der Schwangerschaften im Teenager-Alter.

Kinderarbeit hat negative Auswirkungen auf die Lebenschancen und Gesundheit der jungen Arbeitnehmer. Mangelnde Schulbildung und ein hoher Anteil an Schulabbrechern sind für voll- und teilzeitbeschäftigte Kinder charakteristisch. Dazu werden die berufstätigen Kinder häufig Infektionskrankheiten, HIV-AIDS, Malaria und Tuberkulose ausgesetzt.1)

  1. Namibia: Child Labour Prevalent – allAfrica – Link nicht mehr abrufbar: 16.10.2014 []

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