Indien: Bewusstseinsbildung bezüglich Kinderarbeit

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Der indische Regisseur Amol Gupte ist am Sonntag mit 300 Kindern auf die Straße in Mumbai gegangen, um die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf die Problematik der Kinderarbeit zu lenken. Der Künstler, der sich aktiv gegen Kinderarbeit engagiert, sammelte Unterschriften für ein Petition gegen Kinderarbeit, welche später an den indischen Präsidenten weitergeleitet wird.

Laut der Organisation Child Relief and You (CRY) ist Indien das Land mit der weltweit höchster Zahl arbeitender Kinder. Da fast 86% der jungen Arbeitnehmer keine Bildung genießen, bleiben die Chancen für eine bessere Zukunft außerhalb ihrer Reichweite. Obwohl die Beschäftigung der Kinder unter 14 Jahren in etlichen Berufen untersagt ist, werden junge Arbeiter immer wieder bei der Herstellung von Textilien, Feuerwerk oder Tee entdeckt. Die Nachfrage nach Kinderarbeit stammt vor allem aus den weniger organisierten Sektoren. Laut der NGO Balprafultta, die sich gegen Kinderarbeit einsetzt, sind in Mumbai ca. 70 000 Kinder beruflich tätig. Viele arbeiten in gefährlichen Berufen und leiden unter körperlicher Misshandlung. Die lokalen NGOs rufen die Bürger dazu auf, aktiver gegen die Kinderarbeit einzutreten. Dies kann in Form eines Gesprächs mit dem Betriebsbesitzer, eines Boykotts des Geschäfts oder eines Telefonates mit der Infolinie sein, welche basierend auf den Informationen Rettungsaktionen in die Wege leitet.

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Über gosia / EarthLink

Übersetzerin, Dolmetscherin, Lehrerin; Wenn ich nicht gerade meine Masterarbeit in Internationalen Beziehungen an der TU Dresden schreibe, recherchiere ich im Rahmen meines dreimonatigen Praktikums bei Earthlink zum Thema Kinderarbeit, verfasse Blog-Einträge für die Kampagne „Aktiv gegen Kinderarbeit“, schreibe Firmen bezüglich ihrer Politik zur Kinderarbeit an und kümmere mich um die Vervollständigung und Nachbesserung der Informationen auf der Kinderarbeitshomepage. Ich beteilige mich auch am Projekt „Drogen Macht Welt Schmerz“ und recherchiere für die Initiative „Facing Finance“.
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