Mexiko: Paradies für sexuelle Ausbeutung

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Laut aktuellen Zahlen der UNO sind 70 Millionen Kinder in Mexiko Opfer von Prostitution und anderer sexueller Ausbeutung, 50 Millionen von ihnen an den Landesgrenzen. Fast 80% der Opfer sind Mädchen zwischen zehn und 14 Jahren, außerdem kann man von einer sehr hohen Dunkelziffer ausgehen. Weltweit wurden laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2002 etwa 150 Millionen Mädchen und 73 Millionen Jungen unter 18 Jahren zu sexuellen Handlungen gezwungen, Angaben der ILO zufolge wurden 2004 etwa 1,8 Millionen Kinder Opfer von Prostitution und Pornographie. Es handelt sich um organisierte Verbrechen, die Kinder erhoffen sich, ihre Lebensbedingungen zu verbessern – Prostitution stellt somit eine der schlimmsten Formen von Gewalt gegen Kinder dar.

Aufgrund der hohen Zahlen sexueller Ausbeutung wird Mexiko auch als „Bangkok Südamerikas“ bezeichnet, vor allem touristisch attraktive Großstädte wie Tijuana, Acapulco oder Mexiko-Stadt ziehen immer mehr Sextouristen an, die vorwiegend aus den USA anreisen. Gründe für kommerzielle und sexuelle Ausbeutung sind große Armut, Korruption und soziale Ungerechtigkeit. Die fehlende Bereitschaft der Behörden, einzugreifen, verschlimmert die Situation zusätzlich. Um die Prostitution einzudämmen, müsse man die Kinder als Opfer, anstatt als Straftäter anerkennen, auch solle die Förderung von Präventivmaßnahmen im Vordergrund stehen und nicht nur Bestrafungen verhängt werden.

Visión Mundial kämpft aktiv gegen den Sextourismus und treibt Verbote jeglicher kommerzieller Ausbeutung voran, die die Minderjährigen körperlich und emotional schädigt.

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