Indien: 10-jähriger Arbeiter zu Tode geprügelt

Am Sonntag sollte ein 10-jährige Junge mit erheblichen Körperverletzungen in Neu-Delhi begraben werden, als ein aufmerksamer Bestatter die Polizei alarmierte. Der Junge, der aus der Provinz Bihar in Nordwestindien stammte, arbeitete seit zwei Monaten in einer Fabrik, die Bidi, zigarettenähnliche Tabakwaren, herstellt. Die Polizei verdächtig den Fabrikbesitzer, das Kind verprügelt zu haben und untersucht derzeit, ob der Junge erstickte oder seinen Körperverletzungen erlag.

Dieser Fall zeigt deutlich, dass trotz aktiven Bemühungen der Behörde und der existierenden Regulierung, die sich gegen Kinderarbeit ausspricht, das Problem noch lange nicht gelöst ist. Laut der indischen Bundespolizeibehörde (Central Bureau of Investigation) sind drei Millionen der Bevölkerung von Menschenhandel betroffen, darunter 1,2 Millionen Kinder. Da jährlich 60 000 Kinder in Indien verschwinden und nur 30% davon gefunden oder gerettet werden, gibt es schätzungsweise allein in Neu-Delhi über 100 000 Kinder, die in unterschiedlichen gefährlichen Berufen tätig sind.

Link zum Artikel (englisch)

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Neue Informationen zu dem Thema sind im Pressebericht vom 20.04 zu finden (Link zum Artikel). Laut der Pressemitteilung rettete die Polizei aus dem Betrieb in dem der verstorbene Junge arbeitete noch ein Kind. Der 7-jährige mit zahlreichen Körperverletzungen erzählte, wie brutal sich der Fabrikbesitzer den kleinen Arbeitern gegenüber benahm. Drei andere Kinder, die in dem Betrieb tätig waren, sind verschwunden.  Höchstwahrscheinlich wurden sie von dem Fabrikbesitzer entführt als er vom Tatort floh.

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