Burundi: Ehemalige Kindersoldaten leben in Armut

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Untern den 3 421 ehemaligen Kindersoldaten, die nach dem Ende des Bürgerkrieges in Burundi wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden sollten, sind nur ein paar glückliche in die Schule zurückgekehrt, die große Mehrheit jedoch lebt in Armut und ohne Beschäftigung. Cyprien Ndayishimiye, die Verantwortliche für ehemalige Kindersoldaten in der Provinz Bubanza im westlichen Burundi, macht auf die schwierige Situation ehemaliger Kindersoldaten aufmerksam: Sogar viele derer, die nachträglich eine Berufsausbildung absolvierten, hätten bisher noch keine bezahlte Arbeit finden können.

Im Jahr 2005 startete das Hilfsprogramm DDR (Programme de Démobilisation et de Réinsertion Transitoire), das zunächst von der Weltbank finanziert wurde, um für die aus dem Militärdienst entlassen Kinder und Jugendlichen zu sorgen. Nachdem im Juli vergangenen Jahres die Finanzierung endete, wurde die Unterstützung durch UNICEF in Zusammenarbeit mit lokalen NGOs weitergeführt. Nach Angaben von Bakary Sogoba, der UNICEF-Verantwortlichen in Burundi, seien die wichtigsten Aufgaben des Hilfsprogramms die Identifizierung der Kinder, die Suche nach deren Familien, die Wiedervereinigung mit diesen sowie die allgemeine Unterstützung in der Übergangsphase und vor allem auch in der Zeit danach. Sogoba betonte, dass diejenigen, die zur Schule gehen wollen, und beispielsweiße nicht die finanziellen Mittel aufbringen können, weiterhin von UNICEF unterstützt werden. Darüber hinaus kümmert sich UNICEF auch um Kinder, die nach der Entlassung sofort zu ihren Eltern zurückkehren wollten, ohne jegliche Reintegrationsmaßnahmen anzunehmen.

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