Kinderarbeit auf den Kakaoplantagen Ghanas

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In einer in der vergangenen Woche vorgestellten Studie weist das Institut SÜDWIND nach, dass im Kakaoanbau in Ghana große Missstände bestehen. Besonders Kinderarbeit ist weit verbreitet. Der Studie zufolge arbeiten in Ghana viele Kinder in einem Maße, dass es die nationalen Gesetze verletzt. Auf den Kakaoplantagen müssen die Kinder beispielsweise Unkraut jäten, die Kakaofrüchte sammeln und transportieren oder Pestizide ausbringen. Ghana ist der zweitgrößte Produzent von Kakaobohnen und für die gute Qualität seiner Anbaugebiete bekannt. Doch ist die Armut der Bauern groß und es sind viele soziale Probleme vorhanden. Deutsche Kakaoverarbeiter, Schokoladenhersteller und der Einzelhandel tragen hierfür Mitverantwortung. Daher fordert SÜDWIND ein gemeinsames Handeln der gesamten Branche, der deutschen Politik und der ghanaischen Regierung, um notwendige Verbesserungen durchzusetzen. Mit einer staatlichen Einrichtung (COCOBOD), die den heimischen Kakaomarkt kontrolliert, möchte die ghanaische Regierung die Situation der Bauern verbessern. Diese Kontrolle beschränkt sich allerdings auf den heimischen Markt, auf dem Weltmarkt hat Ghana keinen Einfluss. „Daher kommt Unternehmen, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen in den Importländern von Kakao, darunter Deutschland, eine Schlüsselrolle beim Versuch zu, Missstände in Ghanas Kakaosektor zu beenden“, betont der Autor der Studie Friedel Hütz-Adams.

Greenpeace Magazin: Link nicht mehr vorhanden

Link zur Studie (zu Kinderarbeit siehe S. 29ff.)

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