Neue Studie zur sexuellen Ausbeutung von Kindern und Menschenhandel in Westafrika

Trotz vieler Bemühungen der Regierungen bleiben der Menschenhandel und die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen ein gravierendes Problem in den Ländern Westafrikas. Dies ergab eine neue, von Weltbank und UNICEF finanzierte Studie der norwegischen NGO Fafo. Die Kinder werden nicht nur sexuell missbraucht, sie erhalten im Gegenzug auch verschiedene Waren oder Geld als „Entschädigung“. Zudem existieren weitere Formen der Ausbeutung von Kindern für kommerzielle Zwecke, wie etwa die Leibeigenschaft, der Menschenhandel und die Pornographie. Der Bericht problematisiert auch die Tatsache, dass die sexuelle Ausbeutung von Kindern dort nicht als schwerwiegender gesellschaftlicher Missstand erkannt werde, da die meisten Menschen in ihrem täglichen Kampf ums Überleben andere Prioritäten hätten. Bürgerkriege und bewaffnete Konflikte zwingen viele zur Flucht und verschieben ganze Bevölkerungsteile. Die Folge: Unzählige Kinder werden zu Waisen und damit zu leichten Zielen von sexueller Ausbeutung. Der Kinderhandel, organisiert über Schleusernetzwerke mit Ziel Europa, und die wirtschaftliche Entwicklung der Länder Westafrikas sei eng miteinander verbunden. Das am stärksten betroffene Land ist Nigeria. Dort werden auch Kinder aus Benin und Burkina Faso eingeschleust, um als Hausangestellte oder in der Prostitution zu arbeiten. Die Studie zeigt, dass ungefähr zwei Millionen Kinder von den verschiedenen Formen des Menschenhandels in Westafrika betroffen sind. Insgesamt hat die Dynamik in der letzten Zeit zugenommen, vor allem in Bezug auf die allgemeine Verachtung jeglicher Moral und die Verletzung der Menschen- und speziell Kinderrechte.

Homepage von Fafo (englisch/norwegisch)

Quelle: Artikel auf Walf.sn (nicht mehr verfügbar)

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