Studie benennt Hotspots der Kinderarbeit

Die aufstrebenden Märkte einiger Schwellenländer wie Bangladesch, Indien, Nigeria oder Pakistan sind so genannte „Hotspots“ der Kinderarbeit. Diese Aussage macht eine neue Studie, die in Großbritannien Unternehmen davor warnen will Güter aus diesen Ländern zu beziehen. Die Firma Maplecroft hat jüngst den Kinderarbeitsindex für 2011 erarbeitet und macht damit das globale Ausmaß der Kinderarbeit deutlich. Sie stuft 68 Staaten als „extreme risk“ in Bezug auf Missbrauch ein. Laut der Studie ist Kinderarbeit am stärksten in der Bekleidungsindustrie vertreten, auf Baumwollfeldern in ländlichen Gebieten. Dadurch wird es zunehmend schwierig diese Kinderarbeiter aufzufinden. Insgesamt wurden für die Studie 196 Länder untersucht. Bangladesch, Indien, Nigeria und Pakistan erzielten hierbei die schlechtesten Ergebnisse. Auch viele afrikanische Staaten wie Liberia, Tschad oder Sudan wurden mit schlechten Indices bewertet. Problematisch für Maplecroft war die Einschätzung von China. Hier gibt es keine offiziellen Statistiken über Kinderarbeit, weil dies von der Regierung als „state secret“ behandelt wird. Maplecroft schätzt die Anzahl der chinesischen Kinderarbeiter auf 10 bis 20 Millionen und platziert das Land auf Platz 13 der schlechtesten Staaten. Die Studie macht deutlich, dass sich die Situation bezüglich Kinderarbeit seit dem letzten Jahr verschlechtert hat. Einer der Gründe hierfür sei die globale Wirtschaftskrise, die immer mehr Kinder dazu gezwungen hat, zu arbeiten um ihre Familien finanziell unterstützen zu können. Die Anzahl der „extreme risk“ und „high risk“ eingestuften Staaten hat sich von 115 auf 120 erhöht. Link zum Artikel

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