Stadt Würzburg: Beschluss gegen Kinderarbeit

Die Stadt Würzburg setzte vergangenen Donnerstag ein Zeichen gegen ausbeuterische Kinderarbeit und schließt sich mit den neuen Änderungen im Vergabeverfahren zahlreichen Kommunen in Deutschland an. Bei ihren Einkäufen sollen zukünftig nach Möglichkeit nur noch Produkte berücksichtigt werden, die nach Konvention Nummer 182 der ILO (Internationale Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen) ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt wurden. Der Hauptausschuss befürwortete diesen von allen Fraktionen eingebrachten Antrag. Mit der Ratifizierung der ILO-Konvention Nummer 182 hat sich die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, Maßnahmen gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit zu ergreifen. Diese Verpflichtung gilt somit natürlich auch für die Kommunen. „Die Stadt kann durch ein eindeutiges Signal gegen ausbeuterische Kinderarbeit Vorbild für Verbraucher und Großabnehmer sein“, so ist in der Antragsbegründung zu lesen. Besonders Produkte aus Afrika, Asien und Lateinamerika, darunter unter anderem Sportartikel, Spielwaren, Teppiche, Textilien, Lederwaren, Natur- oder Pflastersteine, Blumen, Agrar-, Fischerei- und elektronische Produkte sollen in Zukunft im neuen Vergabeverfahren überprüft werden. Die zuständigen Referate und Eigenbetriebe werden nun dazu angehalten bei der Auftragsvergabe insbesondere auf Zertifikate oder Selbstverpflichtungen der Anbieter zu achten, das ihre Produkte nicht aus ausbeuterischer Kinderarbeit stammen. Hier geht´s zum Artikel Link zur Beschlussvorlage

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