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Bildung für Kinderarbeiter in Bangladesch

Kinderarbeit ist in Bangladesch immer noch an der Tagesordnung. Skrupel Kinder einzustellen kennen nur wenige Arbeitgeber. Man schätzt in Bangladesch arbeiten etwa acht Millionen Kinder unter 15 Jahren. Für einen ganzen Tag Arbeit erhält ein Kinderarbeiter gerade einmal 50 Taka, also in etwa 60 Cent. Die Kinder arbeiten in Steinbrüchen, säubern die Tische in Restaurants, nähen Kleidung in Fabriken oder hacken Holz. Gründe für die Kinderarbeit sind offensichtlich. Armut und Hunger treiben die Menschen dazu ihre Kinder arbeiten zu schicken. Auch die Migration in Städte aufgrund von Naturkatastrophen ist ein großes Problem. Überschwemmungen und Taifune verwüsten ganze Landstriche. Die Opfer dieser Katastrophen bekommen keine Entschädigung. Vollkommen mittellose Familien, die ihr Land verloren haben, ziehen in die Städte. Dort beginnen ihre Kinder zu arbeiten. Ein weiteres Problem ist die unzureichende Anzahl an Schulen. Für einen Schulbesuch müssten manche Kinder kilometerweit laufen.1)
Die Organisation Aparajeyo, die sich für Kinderrechte einsetzt, will gegen die Probleme vorgehen. Sie hat in Dhaka mehr als 40 Lernzentren aufgebaut. Hier sollen arbeitende Kinder Lesen und Schreiben lernen und eine allgemeine Grundausbildung für eine vielleicht bessere Zukunft erhalten. Die Lernzentren bieten den Kindern zudem einen Ausgleich zu ihrer harten Arbeit und geben ihnen die Möglichkeit Zeit mit anderen Kindern und ohne Befehle zu verbringen. In mühseliger Kleinarbeit überzeugt Aparayejo die Arbeitgeber, die Kinder für die Lernzentren freizugeben, ohne dass ihnen deshalb etwas von der Bezahlung abgenommen wird. Zudem kämpft Aparajeyo derzeit darum, Kinder von den härtesten und ungesündesten Arbeiten, wie beispielsweise in Aluminium- oder Glasfabriken, wegzubringen. Der Druck von Aparajeyo und verschiedener anderer NGOs auf die Bengalische Regierung ist groß. So hat sich diese nun auch endlich zum Ziel gesetzt, gegen Kinderarbeit vorzugehen.

  1. Die kleinen Überlebenskämpfer – Wiener Zeitung []

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