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Flutkatastrophe in Pakistan steigert das Risiko der Kinderarbeit

Langsam können die Opfer der Flutkatastrophe, welche im Juli und August 2010 große Teile Pakistans überflutete und 20 Mio. Menschen betraf, wieder in ihre Dörfer zurückkehren. Auch 10 Mio. Kinder mussten flüchten, 2,8 Mio. unter 5 Jahren. UNICEF warnt nun vor ansteigender Kinderarbeit in der betroffenen Region. Viele Familien brauchen ihre Kinder nun zu Hause, um sich wieder eine Existenz aufzubauen. „Wenn sie (die Familien) nichts mehr haben, außer 10 Kindern, ist Ausbeutung sehr wahrscheinlich. Einige würden in Waisenhäuser geschickt, andere müssten arbeiten, etc.“, kommentierte Smaranda Popa, Leiterin der Kinderschutzsektion bei der UNICEF. Einen Anstieg der Kinderarbeit stellte UNICEF in Pakistan schon nach den Erdbeben von 2005 fest. Die Flutkatastrophe hat noch andere Konsequenzen für die betroffenen Kinder: Auch ihre Bildung leidet darunter, da sich viele Eltern die Schule nun weder leisten können, noch die Kinder selbst entbehren wollen, bis ein gewisser Normalitätsgrad wieder erreicht wurde. Ein weiteres schwerwiegendes Problem das mit der steigenden Kinderarbeit einhergeht ist der Kinderhandel. Mit Aussichten auf lukrative Jobs würden die Kinder von ihren Familien getrennt und dann zur Prostitution gezwungen werden. Auch der Ausbruch von Krankheiten, die v.a. für Kinder gefährlich sind, bereitet den Organisationen vor Ort Kopfzerbrechen. UNICEF erarbeitet derzeit zusammen mit der pakistanischen Regierung Strategien, um diesen massiven Problemen schnellstmöglich beizukommen. Link zum Artikel (englisch)

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