Campschulen gegen Kinderarbeit

Ein 10 x 15 m großer Raum, Backsteinwände und ein niedriges Blechdach: Hier lernen zwölf Kinder, alle um die fünf Jahre alt, gerade das Alphabet, während im Hintergrund große Buchstabenplakate in Englisch und Kannada zu sehen sind. Ein regulärer Schultag an der von der Regierung betriebenen Zeltschule in Krishnappa Garden, Bengaluru im indischen Bundesstaat Karnataka. Migranten aus dem ländlichen Karnataka und ein paar aus Tamil Nadu bewohnen hier eine kleine, 300 Hütten umfassende Kolonie die zwar noch nicht über alle Annehmlichkeiten wie Wasser- und Stromversorgung verfügt, aber dennoch über eine Schule. Hier leben überwiegend Bauarbeiter und Tagelöhner, deren Kinder früher tagsüber sich selbst überlassen wurden. Nun gehen alle Kinder täglich von 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr zur Schule, in der auch die kleinen Kinder betreut werden. Jedes Jahr besuchen 12 bis 15 Kinder nach Abschluss der ersten beiden Klassen in Krishnappa Garden die allgemeine Schule in Sadgundapalya. Neben einer regulären Schulbildung bekommen die Kinder auch noch warme Mahlzeiten und in anderen Campschulen spezielle berufliche Qualifikationen mit auf den Weg gegeben. Das Konzept hat sich als erfolgreich erwiesen, die Schüler von Kinderarbeit fernzuhalten und ihnen eine Perspektive zu geben, zumal auch regelmäßige Gesundheitsaufklärung stattfindet. Link zum Artikel (englisch)

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