Kritischer Blick auf Firmen und NGOs

Ein Artikel auf triplepundit.com behandelt die Zusammenarbeit zwischen Britischen Konzernen und den Organisationen Fairtrade und der Rainforest Alliance. Der Artikel kritisiert, dass die Kooperation häufig eher ein “greenwashing” darstellt, als ein ehrlicher Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen. Obwohl Fairtrade im Allgemeinen für bessere Arbeitsbedingungen steht, sind diese nicht garantiert. Ein investigativer Bericht von BBC hat kürzlich die katastrophalen Arbeitsbedingungen auf Kakaoplantagen in Ghana öffentlich gemacht, von denen Nestlé nachweislich seinen Fairtrade Kakao bezieht. Dort wird Kakao häufig von Kindern gepflückt, die nur 6 oder 7 Jahre alt sind, teilweise wurden sie verschleppt und erhalten keinen Lohn. Der Bericht räumt ein, dass die Kakaoplantagen in Ghana nur schwer zu kontrollieren sind, da Kakao nicht, wie häufig angenommen, auf ordentlichen Plantagen wächst, sondern im tiefen Jungle. Dennoch ist Kinderarbeit ein Problem, welches den großen Konzernen mit Sicherheit bekannt ist, denn viele millionen Dollar jährlich werden in Lobbyverbände wie die International Cocoa Initiative und die World Cocoa Foundation investiert, um Anschuldigungen der Kinderarbeit zu entkräften. Auf der anderen Seite benutzen Firmen in Werbekampagnen gezielt einzelne Arbeiter als Beispiele für gute Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern, ein Vorgehen welches triplepundit als heuchlerisch bezeichnet.

Dieser Beitrag wurde unter Wirtschaft abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.