Schulkinder arbeiten für Busfahrt

In Masikana, Simbabwe hat ein Mitglied des Parlaments von Simbabwe offenbar Kinder als Gegenleistung für einen Transport zu einer Sportveranstaltung auf seiner Farm arbeiten lassen. Medienberichten zu Folge arbeiteten 168 Kinder, 4 Lehrer und ein Mitglied des „School Development Committee“ (SDC) acht Stunden auf der Farm, um dafür zu einer 29 Kilometer entfernten Sportveranstaltung gefahren zu werden. Geht man von der durchschnittlichen Bezahlung der Farmarbeit in Simbabwe aus, so „bezahlte“ die Schule 519 Dollar für den Transport. Die aufgebrachten Eltern der Kinder übten heftige Kritik an dem Parlamentsabgeordneten und beklagten, dass er aufgrund der zahlreichen Leistungen, die er als Parlamentsabgeordneter vom Staat erhält, kostenlosen Transport für die Kinder zur Verfügung hätte stellen müssen, anstatt die Kinder dafür arbeiten zu lassen. Außerdem kommt noch hinzu, dass die Kinder während der Schulzeit und damit auf Kosten des Lernens gearbeitet haben sollen. Ein Sprecher von „Save the Children Norway“ bezeichnete die Arbeit der Kinder als Zwangsarbeit, die gestoppt werden müsse. Die Behörden in Masikana kündigten eine Untersuchung der Sache an.1)

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