„Kinderschokolade“ aus der Schweiz?

Die Entwicklungsorgansisation Erklärung von Bern (EvB) hat darauf hingewiesen, dass in einem Großteil der aus der Schweiz stammenden Schokolade Kakao verarbeitet sein dürfte, der mit Hilfe von Kinderarbeit produziert sein dürfte. Etwa 60% der Weltweit gehandelten Schokolade stammt aus Westafrika, wo Kinderarbeit eine Normalität darstellt. Die EvB hat deshalb bei den 18 großen „Schoggiherstellern“ in der Schweiz angefragt, und um Offenlegung ihrer Preis- und Beschaffungspolitik, sowie etwaiger Maßnahmen gegen Kinderarbeit gebeten. Während in einer Umfrage im Jahr 2009 von den angefragten 18 Firmen nur eine einzige Firma antwortete, antworteten in diesem Jahr immerhin zehn, vier weitere bezogen Stellung. Während ein Teil der Firmen sich um soziale Verbesserungen sowie eine transparente Preisgestaltung bemühen, zeigt sich ein weiterer Teil weiterhin ignorant der Problematik gegenüber. Welche dies sind, kann in einer umfassenden Datenbank der EvB erfahren werden. Laut EvB stellen intransparente Lieferketten das größte Hindernis dar, um Kinderarbeit effektiv zu bekämpfen. Die Kernforderungen, die EvB an die Schokoladenfabrikanten stellt, sind deshalb die Schaffung von transparenten Lieferketten, die Zahlung von fairen Preisen für Kakao, und die Schaffung von nachhaltigen Partnerschaften, um Bauern Planungssicherheit zu verschaffen.

 

– Seite nicht mehr aufrufbar

Dieser Beitrag wurde unter Wirtschaft abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.