Konsument unterstützt organisierte Kriminalität

Die zunehmende Vernetzung der Welt bietet nicht nur viele Chancen sondern zwingt viele Branchen dazu, sich auch international zu vernetzen und zu agieren, um effektiv zu arbeiten. So organisiert sich auch der „Wirtschaftszweig“ der kriminellen Netzwerke zunehmend über Ländergrenzen hinweg. Stichworte wie Menschenhandel, Prostitution und Kinderarbeit beschreiben die negativen Seiten der internationalen Zusammenrückung, die durch die weltweiten Verbindungen zunehmend schwerer fassbar und vor allem kaum verfolgbar werden. Doch im Kreislauf der international operierenden Kriminalität existiert ein mächtiger Mitspieler – der Verbraucher. Mit ihm steht und fällt das Geschäft von illegalem Handel, Produktion unter ausbeuterischen Bedingungen und menschenverachtenden Vorgehensweisen. Leider ist es uns – dem mächtigen Mitspieler – nicht wirklich bewusst, welche Einflussmöglichkeiten wir haben. Zugespitzt formuliert: durch unüberlegten Konsum, unterstützen wir die organisierte Kriminalität. Hinzu kommt, dass die staatlichen Behörden zusehend „überrollt“ werden von der Menge an illegalen Produkten und dem Schmuggelhandel von Menschen. Um die Lukrativität der organisierten Kriminalität einzudämmen muss an vielen Bereichen gearbeitet werden: bei Gesetzen, Kontrollen und der internationalen Justizzusammenarbeit besteht genauso Handlungsbedarf wie beim Gewissen der Konsumenten.

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