Kinderparlament kämpft gegen Missstände

Das Repräsentantenhaus versucht zusammen mit dem Kinderparlament von Nigeria ein Exempel zu statuieren: Durch die Verurteilung eines Senators, der eine 13-Jährige geheiratet hat, wird versucht, den ausbeuterischen Zuständen und kinderschädigenden Praktiken im Land ein Ende zu setzen. Der ehemalige Gouverneur von Zamfara (Bundesstaat im Nordwesten Nigerias) und derzeit Senator der Bundesrepublik Nigeria, Ahmed Yerima, der für die Anwendung der Sharia-Gesetze eintritt, wurde vom zuständigen Bundesamt (NAPTIP) eindringlich befragt bezüglich seiner Heirat mit dem ägyptischen Mädchen. Angeblich sind für die Hochzeit 100 000 $ als Aussteuer für seine neue fünfte Frau geflossen. Zu seiner Verteidigung brachte der Angeklagte vor, dass er als Muslim keine strafbare Handlung vollzogen hätte und sein handeln mit Absatz 38 der Nigerianischen Verfassung vereinbar wäre, da hier Religionsfreiheit garantiert werde. Eine Verurteilung bleibt abzuwarten. Esther Afolayan, die Senatsvorsitzende des Kinderparlamentes, erklärte Dimeji Bankole, dem Sprecher des Repräsentantenhauses, dass zwar allgemein schon Verbesserungen zur Lage von nigerianischen Kindern eingetreten sind, aber dennoch Gewalt gegen Kinder und Verletzungen gegen Kinderrechte alltägliche Fakten darstellen, wie der aktuelle Fall beweist. Bankole bestätigte, dass durch deren Engagement schon eine Steigerung der Umsetzung des Kinderrechtsgesetzes erzielt wurde. Er versprach in Zukunft noch verstärkter gegen die Missstände politisch zu kämpfen und so die Menschenrechtskommission zu unterstützen. Link zum Artikel auf Englisch: Minor marriage: Bankole spits fire

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