Kinderarbeit in Fischereibetrieben

Die Not von Kinderarbeitern in Fischereibetrieben blieb bisher weitgehend unbeachtet, weil keine verlässlichen Daten vorlagen. Experten haben sich nun mit dem Thema befasst und wollen mögliche Lösungsansätze im Rahmen eines Forums während der globalen Kinderarbeitskonferenz in Den Haag vorstellen. „Weltweit arbeiten 132 Millionen Kinder zwischen fünf und 14 Jahren in der Landwirtschaft – dies schließt Kinderarbeit in Fischereibetrieben und Aquakultur mit ein.“, so Rolf Willmann von der Fischerei- und Aquakulturabteilung der UN-Nahrungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO. Er betont, dass es schwierig sei, Daten zur Ausbreitung des Problems zu erfassen- aufgrund der breiten Streuung dieser Form von Kinderarbeit in Kleinbetrieben und Familienunternehmen. Um Informationslücken zu schließen und Grundsatz-Empfehlungen zu Kinderarbeit in der Fischerei entwicklen zu lassen, hat die FAO kürzlich in Zusammenarbeit mit der ILO einen Expertenworkshop ins Leben gerufen.
Diese Empfehlungen umfassen Rechtsvorschriften und Strategien, welche Bildungs-, Entwicklungs- und Existenzsicherungsthemen sowie eine schlüssige Datenerfassung mit einschließen. Der FAO zufolge ist Fischerei eine der risikoreichsten Beschäftigungen der Welt und Kinderarbeit besonders in Asien und Afrika verbreitet. Kinder werden in der aktiven Fischerei, beim Rifftauchen, bei der Netzreparatur, beim Fisch- und Krabbenreinigen, beim Entladen der Ware, beim Transport, der Verarbeitung oder im Verkauf ausgebeutet. Dabei gibt es vielfältige Rahmenbedingungen, die von Familienunterstützung über Zwangsdienstleistungen bis zu Kinderhandel reichen. Link zum Artikel (englisch)1) Foto von nurpax (flickr)

  1. Link nicht mehr abrufbar – 11.05.2018 []

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