Neue Studie der ILO zu Kinderarbeit in Afrika

Kinderarbeit in Südafrika: Traurige Realität. Obwohl die Regierung Kinderarbeit per Gesetz u.a. durch den Child Justice Act verbietet, ist sie weiterhin existent. Eine am Wochenende veröffentlichte Studie der Internationalen Arbeitsorganisation ILO besagt, dass in Afrika eines von vier Kindern ausgebeutet wird. Neben dem landwirtschaftlichen Sektor findet man Kinder häufig in versteckten Bereichen als Sklaven, Zwangsarbeiter, Opfer von Kinderhandel, als Prostituierte oder Kindersoldaten in bewaffneten Konflikten. Der Bericht zeigt, dass sich der weltweite Rückgang von Kinderarbeit um drei Prozent, der zwischen 2004 und 2008 zu verzeichnen war, mittlerweile verlangsamt hat. In Südafrika gibt es zudem einen Anstieg auf 65,1 Millionen Kinderarbeiter. Eines von vier Kindern arbeitet in Afrika, verglichen mit einem von acht in Asien und einem von zehn in Lateinamerika und der Kartibik. Noch fehlen wirklich verlässliche Daten in Südafrika, sie sollen aber vom nächsten Jahr an durch eine Vereinbarung mit dem Statistikamt erfasst werden. Die letzten Zahlen stammen aus dem Jahr 2006 und besagen, dass 238.000 Kinder über zehn Jahren beschäftigt waren. Von diesen fand man 140.000 auf kleineren Farmbetrieben, 37.000 waren bezahlte Arbeitskräfte in Familienbetrieben, 36.000 wurden im nicht-häuslichen Bereich beschäftigt und 21.000 arbeiteten unbezahlt in Familienbetrieben.

Quelle: Artikel des Business Report (nicht mehr verfügbar)

Über nikoletta / EarthLink

Projektmitarbeiterin: "Drogen und Entwicklung", "Facing Finance", "Aktiv gegen Kinderarbeit", "Fluchtgrund". Praktikanteneinarbeitung und -betreuung, Betreuung von Bundesfreiwilligen, Beantragung von Fördermitteln, Blogeinträge, Recherche
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