Straßenkinder in Ägypten

Die Zahl der Straßenkinder nimmt in Ägypten stetig zu. Deshalb wurde bereits im Jahr 2003 ein nationaler Aktionsplan zum Schutz und der Wiedereingliederung von Straßenkindern entworfen, dessen Umsetzung sich allerdings als problematisch erweist. Ein nationaler Rat wurde mit der Koordinierung von NGOs und Regierungsorganisationen betraut, auch, um das öffentliche Ansehen der Straßenkinder zu verbessern: Sie sollten nicht mehr als abweichend und kriminell, sondern als Opfer wahrgenommen werden. Verantwortliche und Experten sind sich jedoch uneins über die Ursachen des Problems. Ägyptens Familienministerin Moshira Khattab sieht einen Zusammenhang zwischen der Zahl der Straßenkinder, Kinderarbeit und der Verheiratung minderjähriger Mädchen (und damit einer Bevölkerungszunahme). Die Direktorin des ägyptischen Zentrums für Wohnrecht sieht die Ursachen dagegen eher in einem mangelhaften Schulsystem und großer Armut. Auch UNICEF spricht von differenziert zu betrachtenden Ursachen und der Notwendigkeit komplexer Bewältigungsstrategien: So treiben Armut, Migration, schlechte Unterkünfte, Schulabbrüche und Gewalt die Kinder auf die Straßen. Die Folgen sind ebenso vielfältig. Neben schlechter Ernährung, mangelhafter Hygiene und Analphabetismus sind die betroffenen Kinder auch sozialen Benachteiligungen ausgesetzt. Link zum Artikel auf englisch

Über nikoletta / EarthLink

Projektmitarbeiterin: "Drogen und Entwicklung", "Facing Finance", "Aktiv gegen Kinderarbeit", "Fluchtgrund". Praktikanteneinarbeitung und -betreuung, Betreuung von Bundesfreiwilligen, Beantragung von Fördermitteln, Blogeinträge, Recherche
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