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ILO prangert mangelndes Engagement der WTO bei der Durchsetzung von Arbeitsrechten an

Laut ILO haben derzeit informelle Gespräche begonnen, wie man Arbeitsrechte und -standards mit internationalen Handelsrichtlinien sinnvoll verbinden kann. Diese Handelsrichtlinien werden von der Welthandelsorganisation (WTO) festgelegt. In letzter Zeit gab es immer mehr große multinationale Firmen, die sich an die ILO wandten, um Arbeitsrechte im Produktionsprozeß und entlang der Lieferkette durchzusetzen. Laut Karen Curtis, stellvertretende Direktorin für internationale Arbeitsstandards bei der ILO, müsse die WTO endlich aufwachen und erkennen, daß Arbeitsrechte nicht isoliert von internationalem Handel betrachten werden können. 1998 gab die ILO einen Schriftsatz zur Förderung grundsätzlicher Arbeitsrechte heraus. Dieser Schriftsatz ist auf sämtliche Staaten anwendbar, unabhängig davon, ob sie die ILO-Konventionen ratifiziert haben und unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Entwicklung. „Einer der Gründe, warum die ILO diese Deklaration veröffentlichte war, daß die WTO den Erwartungen ihrer Mitgliedstaaten damals nicht gerecht wurde und die ILO somit selbst universell anwendbare Richtlinien zur Sicherung von Arbeitsrechten verfasste“, so Curtis. Nun gibt es mehr und mehr Firmen, die Hilfestellung bei der ILO suchen, wenn es um Arbeitsrechte entlang der Lieferkette und in deren Versorgernetzwerken geht. Laut Curtis gäbe es einen ansteigenden Trend von Firmen, Arbeitsrechte ernstzunehmen und sie als Teil ihrer gemeinsamen, sozialen Verantwortung zu sehen. „Die Firmen wissen nun, daß die Aufrechterhaltung grundsätzlicher Arbeitsrechte gut für ihr Image ist. Sie wissen, daß dies wichtig für ihre Geldbeutel ist“, so Curtis. Link zum Artikel auf Englisch

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