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Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm – Apple´s Sündenfall

Nicht das erste Mal sieht sich nun auch Apple wieder mit schweren Verstößen gegen (sowieso nicht sonderlich Arbeitnehmer freundliche) Arbeitsrechte in Asien und speziell in China konfrontiert. Dass Apple das selbst veröffentlicht ist mutig und anerkennenswert, aber natürlich ist es auch die richtige Kommunikationsstrategie, die den Konzern vor noch härterer Kritik an seinem Geschäftsgebahren bewahren hilft.
Sich wie angekündigt von Zulieferern einfach zu trennen, hilft allerdings den Ausgebeuteten nicht im Geringsten. Apple darf sich auf diese Art nicht einfach seiner – zumindest moralischen – Verantwortung entziehen. Die Firma sollte sich nun darum kümmern, das möglichst wieder gut zu machen, denn sie hat von der Ausbeutung (zumindest unwissentlich) profitiert. Das wäre glaubwürdiges Handeln. Apple, wie auch alle anderen Konzerne der Computer-Branche, haben große strukturelle Probleme, um Kinderarbeit und andere ausbeuterische Arbeitsbedingungen zuverlässig vermeiden zu können: Sie haben praktisch keine eigenen Produktionsstätten mehr und sind oft zu 100% abhängig von Zulieferern. Preis- und Zeitdruck bei der Entwicklung immer neuer Modelle werden an die Zulieferer weitergegeben. Strukturelle Probleme, die oft auch hausgemacht sind. Glaubwürdige Unternehmenspolitik für faire Arbeitsbedingungen heißt deshalb, selbst zu produzieren und damit selbst auch für die Produktionsbedingungen gerade zu stehen.

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