EU soll im Kampf gegen Kinderarbeit mehr unternehmen

„Die Europäische Union kann mehr tun, um Kinderarbeit weltweit zu bekämpfen.“ Das war die einstimmige Schlußfolgerung eines heute von der Europäischen Kommission veröffentlichten Berichts, der sich mit der Bekämpfung von Kinderarbeit befasst. Der Bericht schließt an den Aufruf des holländischen Außenministers Maxime Verhagen an, der mehr konkrete Maßnahmen der EU fordert, der Kinderarbeit entgegenzutreten. Laut Verhagen wollen die Niederlande die Führungsposition im Kampf gegen die Kinderarbeit übernehmen, welche nach wie vor für mehr als 200 Millionen Kinder weltweit harte Realität ist. Drei Viertel dieser Kinder sind dabei den schlimmsten Formen, wie Sklaverei und Menschenhandel, ausgesetzt. Verhagen begrüßte ebenfalls, daß die EU nun zur Kenntnis nimmt, daß in diesem Bereich mehr unternommen werden könnte und dazu alle erdenklichen Mittel und Instrumente eingesetzt werden müssen. Dies beinhaltet nicht nur den politischen Dialog und die Entwicklungszusammenarbeit, sondern auch spezifische Maßnahmen des Handels. Link zum Artikel auf Englisch
Die Niederlande fordern schon seit längerer Zeit das Verbot der Einfuhr von Produkten, die aus den schlimmsten Formen von Kinderarbeit entstehen. „Dieser Bericht hat uns unserem Ziel ein Stück näher gebracht.“ so Verhagen. Er kündigte ebenfalls an, sich in den kommenden Wochen mit weiteren Kollegen im Rat für Internationale Angelegenheiten zusammenzusetzen, um zu diskutieren, welche zusätzlichen Maßnahmen in dieser Sache beschlossen werden können. Ferner wird er sich mit der neuen Beauftragten für Internationale Angelegenheiten und Sicherheitspolitik, Baronin Catherine Ashton, treffen, um das Problem zu besprechen. Die EU-Außenminister sollen die Kommission bitten, einen kurzfristigen formalen Antrag für ein weitreichendes Paket an Maßnahmen, inkusive eines Handelsembargos, zu stellen. Verhagens Streben, Produkte zu verbieten, hinter denen sich Kinderarbeit verbirgt, genießt eine breite Rückendeckung im Representantenhaus und wird einstimmig durch die niederländischen EU-Minister befürwortet.

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